Leben

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-Eine gute Schwäche ist besser als eine schlechte Stärke. -Erfahrungen sammelt man wie Pilze: einzeln und mit dem Gefühl, dass die Sache nicht ganz geheuer ist. WEGEN DES "WIEDER-ERKENNUNG-EFFEKTES" BITTE DAS HAUPTFOTO LINKS NICHT DURCH EIN ANDERES ERSETZEN. DANKE GABIE

Lebensstandard ?

started by Hilfsarbeiter (03-09-2007, 21:40)

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    Hilfsarbe...

    Admin

    03-09-2007, 21:41

    Klarstellung!

    Habe meine Beiträge zu dieser Diskussion AUF EIGENEN WUNSCH entfernt!
    Ihr könnt das Thema aber gerne ohne mich weiterdiskutieren.
    Die gesamte Diskussion wollte ich nicht entfernen.
    Hab Respekt vor den Beiträgen anderer.

    Hilfsarbeiter edited this post 30-09-2007, 12:30

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    Gabie Wes...

    Admin

    03-09-2007, 21:49

    ?

    Gabie Westbrock edited this post 21-09-2007, 22:57

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    Hilfsarbe...

    Admin

    03-09-2007, 21:55

    Diskussionsbeitrag entfernt!

    Alles geklärt!

    Gabie Westbrock edited this post 21-09-2007, 23:50

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  • 03-09-2007, 22:27

    Lieber Hilfsarbeiter,

    Du triffst den Nerv. Ich bin ja chronisch unterbezahlt. Und da kommt der Neid hoch. Auf all die anderen.

    Und da ist es plötzlich schwer, ganz philospophisch zu bleiben.

    Denn: Der Motor der Marktwirtschaft ist nun mal der Neid. Sonst würde ich zu Hause sitzen und Hartz IV genießen. Aber der Neid auf 100 Euro, die meine Freunde mehr verdienen, treiben mich fort von meinen Sofa, hinaus in die harte Business-Welt, lassen mich lernen, wie man Menschen an der Nase herumführt wie den berühmten Bären.

    Was ich mich schon immer fragte: Ist die Marktwirtschaft eine dem unvollkommenen Menschen angemessene Gesellschaftsform oder fördert sie den unvollkommenen Menschen (und vergisst dessen Möglichkeiten)?

    Herzliche Grüße
    Franz

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  • 04-09-2007, 10:42

    Lebensstandard ist doch nur ein anderer Ausdruck für Bequemlichkeit und Selbstvergessenheit! Also die unterste Stufe der Möglichkeiten. Zufrieden sein als “sich zufrieden geben”, ist ja nicht streben nach Antworten sondern suchen in den Fragen!

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    Hilfsarbe...

    Admin

    04-09-2007, 13:37

    Diskussionsbeitrag entfernt!

    Alles geklärt!

    Hatten da eine kleine Meinungsverschiedenheit! Die ist inzwischen aber vom Tisch, wie ich hoffe.

    Hilfsarbeiter edited this post 22-09-2007, 18:11

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  • 04-09-2007, 23:33

    Lieber Hilfsarbeiter, zu Hause auf dem Sofa ist es bequem; aber Mist ist, beim PLUS mit 10cent Münzen bezahlen zu müssen. Also bewerbe ich mich doch und stelle fest, am Ende nicht wirklich viel mehr Geld zu haben, gerado so viel, um nun zu Kaisers gehen zu können und einfach bar bezahlen zu können.

    Aber ich wollte ja etwas Allgemeines sagen. Die Hartz-IV-Empfänger sind neidisch. Wie auch nicht. Eben deshalb bewerben sie sich ja und bleiben nicht in der warmen Stube. Und der eine bekommt dann eine Stelle und der andere nicht. Die Gründe für diese Schicksalsentscheidungen sind selten gerecht, meist gibt es gar keine.

    Ich finde eben nur erstaunlich, dass eine Sprache, die viel Pathos in den Begriff Leistung übrig hat, in einem Land gesprochen wird, in dem gar nicht nach dem Leistungsprinzip, sondern nach dem Neidprinzip gelebt wird. Denke ich für mich.

    Aber das mit der Nase ist mir schon ernst. Denn sobald es nicht mehr nur um Grundversorgung geht, sondern um einen Bereich, wo das Wort Lebensstandard einen Sinn bekommt, dem ich diesem Wort früher einmal beimaß, wird es immer notwendiger, sich auf ein Spiel der Täuschungen und Listen einzulassen. Das fängt beim Job im Telekom-Call-Center an und hört bei der Position des Telekomgebietsleiter sich nicht auf.

    Sicher kann man Dinge auch positiv benennen und die Nase als Riecher bezeichnen, von denen der eine einen besseren hat als der andere und schon ahnt, wie eine gute Verhandlung zu führen ist oder ein guter Preis zu erzielen ist, noch bevor ein Wort gesagt wurde. Es heißt ja auch Verhandlungsgeschick und nur selten Verhandlungstricks.

    Was mich nur interessiert ist: In der Marktgesellschaft wird von niemanden etwas Großes verlangt, man muss keinen Gott lieben oder sich altruistisch irgendeinem Fortschritt hingeben. Man kann ganz unmoralisch vor sich hin leben und das Treiben auf dem Basar wie einen maßgeschneiderten Anzug nutzen. Oder ist dem eventuell nicht so? Ist es doch eher ein Gebot, feilschend durchs Leben zu gehen und jegliche Freundeshaftigkeit ist nur ein Aufwandsposten? Gewissermaßen Luxus? Unerwünschte, aber nicht zu verhindernde Erscheinung?

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  • 05-09-2007, 14:33

    @ha

    ich meine das suchen nach neuen fragen, anstatt den antworten in den bereits gestellten.
    standard ist ja doch schon so wie festgelegt, denke ich.

    das mindeste also ist nicht was sich ein jeder selbst gerne oder erzwungener weise zugesteht, sondern kann darüber hinaus erst als sich zufriedenstellend erweisen.

    kosmos64 edited this post 05-09-2007, 14:33

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    KrümelHH

    Admin

    05-09-2007, 20:35

    ...und was ist nun Lebensstandard ?
    ? Vielleicht überhaupt noch am Leben zu sein?
    ? Oder die Möglichkeit über den Sinn von “Standard” nachdenken zu können?
    ? Kann der Manager seine “teure” freie Minute genießen?
    ? Macht Geld glücklich?
    ?Ist Unzufriedenheit gesund?
    ?Ist Geld und Besitz eine gute Füllung fürs Selbstwertgefühl?
    ?Gehört Bildung und Neugier aufs Leben zum Lebensstandard?

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  • Versuch1_thumb

    KrümelHH

    Admin

    06-09-2007, 13:17

    @Hilfsarbeiter
    Ich habe fast täglich mit Menschen zu tun, die durch Krankheit gezwungen sind sich neu zu orientieren.
    Viele fühlen sich durch diese einschneidene Erfahrung erst einmal als loser. Für mich sind sie winner, da sie die Chance bekommen ihr Leben zu überdenken und (hoffentlich nur für einen Moment) aus dem stressigen Lebensstrom in eine kleine Bucht geschwemmt werden.
    Manche können sich selbst nicht ertragen und versuchen so schnell wie möglich wieder in den Strom zu kommen und weiterzutreiben. Andere nutzen die Chance sich mal in Ruhe die Frage zu stellen was ihnen wichtig ist. Einige sind nicht bereit sich wieder in die Fluten zu stürzen. Sie machen es sich am Ufer bequem, andere beginnen gegen den Strom zu schwimmen.
    Jeder eben so wie es ihm möglich ist.

    Das Gefühl Neid habe ich für mich abgeschafft, bedeutet nicht das ich keine Ungerechtigkeit empfinde. Ich spürte aber das Neid meine Seele krank macht. Und wenn man objektiv schaut auf was sich der Neid bezieht muß man oft doch auch die andere Seite der Medaille sehen. Ich wäre oft nicht bereit den Preis für solche Dinge zu zahlen.

    Ich denke es ist erst einmal wichtig für sich selbst die Frage klären auf was man auf keinen Fall verzichten kann.
    Aber um diese Frage ehrlich beantworten zu können
    müssen wir doch erst einmal genug Selbstbewußtsein entwickelt haben, unserer selbst “sicher” sein. Erst wenn ich mir überhaupt keine Gedanken mehr darüber mache was andere über mich denken werde ich zu mir selbst finden.

    Für mich waren da einige Bücher sehr hilfreich. z.B. von Marlo Morgan, Der Traumfänger Ein Bericht über die Aborigines. Sie wandern durch den australischen Busch, ganz ohne Gepäck. Ganz “ohne” käme ich nicht aus grins aber immerhin konnte ich einige Gepäckstücke loslassen. da kämen wir ja schon wieder zur nächsten wichtigen Frage.

    Nun muß ich aber erst einmal ein wenig arbeiten um ein warmes Heim und Nahrung zu haben.

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  • 06-09-2007, 15:23

    hallo zusammen, ich finde eure diskussion interessant aber auch etwas merkwürdig. ich habe gezögert, ob ich einsteigen soll oder nicht. denn ich finde es schon befremdlich beim leben die genormte soll-stelle herausfinden zu wollen.

    lebensstandard … eine komische begrifflichkeit. das klingt nach proletariat und yuppietum zugleich. so schön aufwühlend, und man weiß eigentlich gar nicht so recht warum. eine prima schlagwort für die bild-zeitung, wenn ihr mich fragt.

    vielleicht bin ich ja nur ganz schön ego, aber ich finde es sehr anstrengend (ZU anstrengend), permanent alle menschen um mich rum nach materiallen dingen abzuscannen. ich bin vermutlich einfach zu faul für neid und ich habe die neid-debatten noch nie wirklich verstanden, schon als kind nicht.

    ich habe vor vier jahren zusammen mit anderen eine schule gegründet. da wird den kindern neben den ganzen harten fakten beigebracht, sich nur mit sich selbst zu vergleichen. wenn ich so darüber nachdenke, ist das vermutlich eine der wichtigsten sozialen kompetenzen.

    um auf die ausgangsfrage zurückzukommen (Was mein Nachbar braucht ….
    das brauch ich, glaub ich, auch …vielleicht?): das kommt auf dich an, hilfsarbeiter. wenn dir klar ist, dass schon die auswahl des nachbarn, den du als referenz für lebensstandard aussuchst, im grunde nur dein innerstes spiegelt, dann nur zu! denn aus dieser subjektivitätsfalle kommt man nun mal nicht raus, auch nicht durch pauschalisierungen, objektivierungen, standardisierungen …

    deshalb behaupte ich: lebensstandard bedeutet gar nichts. weder als wort noch als konzept.

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  • 06-09-2007, 18:03

    vielleicht, weil verzicht aus der mode gekommen ist? und es ist ja auch alles so einfach heute. nach herzenslust konsumieren und dann, wenns ans bezahlen geht, mit den schultern zucken. früher hat man auf anschaffungen gespart. heute überspringt man den schritt. macht ja nix. zur not gehts in die privatinsolvenz. wirklich existenzielle konsequenzen hat doch bei uns niemand zu fürchten. und warum soll man auch darüber nachdenken, ob er das zeug alles wirklich braucht? aber so ist das mit dem wohlstand. er fühlt sich immer so weit weg an und muss ständig aufs neue erkauft werden.

    warum das thema aufwühlt? es bietet eine enorm breite projektionsfläche. “leben”, dafür ist ja wohl jeder experte. man erträgt es, führt es, genießt es, gestaltet es - ganz wie man will und kann. und standards, das ist was für bürokraten und regeln-festleger, zu denen man natürlich nicht gehört. l-e-b-e-n-s-s-t-a-n-d-a-r-d. das passende verb dazu ist “erreichen”. dafür muss man sich anstrengen! andere haben es schon. aber ich, erreiche ich ihn jemals? genüge ich den unfairen anforderungen für diesen ominösen standard? ich sehe ulrich meier vor mir, der den kopf leicht neigt und verschwörerisch in die kamera sagt: lebensstandard, den werden viele nicht erreichen. lassen sie sich nicht betrügen, fordern sie ihr recht!

    so in der art.

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