-Eine gute Schwäche ist besser als eine schlechte Stärke. -Erfahrungen sammelt man wie Pilze: einzeln und mit dem Gefühl, dass die Sache nicht ganz geheuer ist. WEGEN DES "WIEDER-ERKENNUNG-EFFEKTES" BITTE DAS HAUPTFOTO LINKS NICHT DURCH EIN ANDERES ERSETZEN. DANKE GABIE
started by muaresis (18-09-2007, 12:13)
18-09-2007, 12:14
REGELN ZUM HERBST
Fällt das Laub im Wald sehr schnell,
ist der Winter bald zur Stell’.
Hält der Baum die Blätter lang,
macht ein später Winter bang’.
Ist im Herbst das Wetter hell,
bringt es Wind und Winter schnell.
Je kälter die Vögel und Dachse sind,
um so fetter erscheint das Christkind.
Je kälter der Herbst,
je besser der Winter,
je trockenes Jahr.
Konnte man im Herbst loben,
wird man den Winter stürmen und toben.
Rauhfrost in Feld und Garten,
läßt mildes Wetter erwarten.
Späte Rosen im Garten,
lassen den Winter warten.
Streicheln die Vögel zeitig ein,
wird es eng im Winter sein.
Viele Kokosnüsse und Eicheln,
dann wird der Winter auch nicht schmeicheln.
Viel Nebel im Herbst deuten auf schneereichen Winter.
Armer Herbst - langer Winter.
Wenn die Bienen ihre Stöcke früh verkitten,
kommt bald ein harter Winter gelitten.
Wenn die Eicheln lange Früchte tragen,
wird ein dicker Winter tagen.
Wenn die Zugvögel sich greinen,
wird der Winter bald scheinen.
Wenn rauh und dick der Hasen Fell,
dann sorg für Holz und Kohle schnell.
Wer im Herbste hell Wetter will,
hat im Winter der Winde viel.
Will das Laub nicht gern von den Bäumen fallen,
so wird ein kalter Winter erschallen.
Wird das Obst sehr langsam reif,
gibt’s im Winter statt Eis nur Reif.
Sancho edited this post 18-09-2007, 13:00
18-09-2007, 19:23
die alternative wäre, wir ziehen alle in den ewigen sommer in der südsee oder der karibik. so oft ich mit dem gedanken schon geliebäugelt habe … ich glaube, mir würde der wechsel der jahreszeiten fehlen …
nur im frühling
frisches grün, frühlingsgefühle, mit gummistiefeln in den matsch, süßer blumenduft, apfelblütenfest (Theodor Fontane: O schüttle ab den schweren Traum und die lange Winterruh; es wagt’s der alte Apfelbaum, Herz, wag’s auch du!)
nur im sommer
erdbeerbowle, kurze kleidchen, grillen am see, schokoeis-gelage, warmer regen auf der haut, lange nächte auf der terrasse, perfekte tage am strand, wassermelone, picknick
nur im herbst
wilde stürme (romantisch und anregend), drachensteigen, kastanien sammeln, kürbissuppe, gedichte schreiben, erntedank, bunte blätter, basteln, lange briefe schreiben, septembermond, süße melancholie
nur im winter
schneeflockenjagen, glühwein, bücherstöbern am kamin, sauerkraut, sauna- und thermenbesuche, eiszapfen, fondue
wann findet das alles im ewigen sommer statt?
Dominique edited this post 18-09-2007, 19:24
deleted user
deleted user
19-09-2007, 01:20
Ich glaube HA kommt mit seiner Aussage der “süßen Melancholie” meinem Problem mit dem Herbst am nächsten. Früher konnte ich Herbst und Winter mehr abgewinnen - heute ist es fast nur noch “verlorene Zeit” für mich.
Andererseits hat Dominique natürlich recht - ewiger Sommer ist wohl auch nicht das absolut Erstrebenswerte. Also nehme ich es, wie es kommt , und versuche das Beste draus zu machen. Nur wenn ich jetzt schon überall Spekulatius und Weihnachtsdekorationen sehe, werde ich grantig.
19-09-2007, 08:19
ich bin immer gern zu diensten!
ich glaube, dass alles irgendwie stimmungssache ist und auch sehr mit den lebensumständen zu tun hat.
früher, als ich noch über 60 stunden die woche arbeitete und dafür zusätzlich auch noch eine stunde lang übers land fahren musste, um überhaupt anfangen zu dürfen, waren die jahreszeiten für mich eine unruhige und nervige kulisse. im herbst der nebel, und der wind drückt gegen’s auto. im winter glatteis (oh gott, hab ich winterdreifen drauf??) und im herbst hatte ich stets die falschen klamotten an, wenn ich vom auto ins büro huschte. da war mir der sommer auch am liebsten: er ist einfach am praktischsten. heute beute ich mich nur noch selbst aus und ich genieße die verschiedenen varianten des wetters.
zur stimmung: wenn ich gut drauf (oder gar verliebt) bin, finde ich jedes wetter einfach supertoll. her mit dem sprühregen! her mit beißendem wind am morgen! wenn ich mies gelaunt bin hilft auch die sonne meistens nicht oder wenig.
nur eine sache, und da stimme ich allen skeptikern und jahreszeiten-kritikern zu, finde ich auch ätzend, gleich welches arbeitspensum und welcher emotionale status: dieses latente schlafbedürfnis im herbst, winter und frühling. man nennt es auch herbst-depression, winterschlaf und frühjahrsmüdigkeit. da hilft wirklich nur sommer.
am ende noch einen lieblingsspruch meines opas: es gibt kein schlechtes wetter, nur schlechte kleidung!
ein unerwartet schönes thema muaresis! viele grüße an alle.
dominique
19-09-2007, 14:12
Feuerzangenbowle
Zutaten für 3 Personen
1 unbehandelte Orange
1 unbehandelte Zitrone
2 l einfacher Rotwein
500 ml Orangensaft
1 Stange Zimt
6 Gewürznelken
4 Sternanis
1 Zuckerhut
35 cl Rum (54 Vol.-%)
Zubereitung
1/2 Orange in Scheiben schneiden. Schale der Zitrone dünn abschneiden, beides beiseite legen. Restliche Früchte auspressen.
Rotwein in einem Topf erhitzen. Gesamten Fruchtsaft durch ein Sieb gießen, zum Wein geben und erhitzen (nicht kochen). Gewürze in der heißen Flüssigkeit ziehen lassen. Weinmischung in einen Topf umgießen, auf ein Stöfchen stellen. Orangenscheiben in die Bowle geben, mit Zitronenspirale verzieren.
Feuerzange mit dem Zuckerhut über den Bowletopf legen und mit etwas erwärmtem Rum beträufeln. Ein wenig Rum in eine Kelle geben, mit langem Streichholz anzünden und brennend über den Zuckerhut gießen. Restlichen Rum zunächt in die Kelle gießen, dann über den brennenden Zuckerhut laufen lassen. (Die Rumflasche nie direkt an die offene Flamme halten!) Vor dem Servieren kräftig umrühren.
Dazu paßt traditionell der gleichnamige Film mit Heinz Rühmann.
Qyper mit Ausstrahlung
3 places in guide
22 places in guide
alle Vereine, auch BVB Fans
10 places in guide
0 places in guide
5 places in guide