I'm DoroB from Dresden. I've been Qyping since 07-04-2006
""Versuchungen sollte man nachgeben. Wer weiß, ob sie wiederkommen." (Oscar Wilde)"
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DoroB's Qype profile
Glashaus - Zentrum-West
Karl Tauchnitz Straße 26, Im Clara-Zetkin Park gegenüber der Parkbühne. Schnellster Zugang (und Parkplätze) über Karl-Tauchnitz-Str. / Ecke Mozartstr. , 04107 Leipzig
13-09-2007
So ungefähr ein Jahr ist mein letzter Besuch im Glashaus her. Heute war einiges anders als letztes Mal: andere Leute mit am Tisch, statt Freisitz drin gesessen, Nichtrauchergesetz, ... aber eines war gleich: leckeres Essen, entspannte Atmosphäre, nette Bedienung.
Der aktuelle Anlass war die QCN und in netter, wenn auch kleiner Runde wollten wir nun als offizielle Qypetester hier essen.
Wir saßen drinnen und dank der Dunkelheit verpassten wir draußen wohl auch nicht viel. War bei meinem letzten Besuch der Freisitz sehr voll, so saß diesmal niemand draußen. Das Wetter der letzten Tage war wohl, obwohl heute ok, zu abschreckend.
Drin waren auch noch Sitzplätze frei.
Ich hatte mediterranes Bratgemüse bestellt, welches neben Couscous auch jede Menge Gemüse wie Fenchel, Paprika und Tomate enthielt. Das Essen war heiß, nicht zu fettig, gut gewürzt, enthielt offenbar frische Zutaten und war lecker. Die anderen Essen scheinen auch gut gewesen zu sein und sahen ansprechend aus.
Alle Essen wurden sehr schnell serviert und die Befürchtung, es könnte Aufgewärmtes od Fertigessen sein, erwies sich als unbegründet.
Der anschließend bestellte Espresso war gut und das leider nicht überall obligatorische Glas Wasser dazu wurde hier serviert.
Zum Nachtisch hatte ich nach dem Blick auf einen schon servierten Apfelstrudel ebenfalls einen solchen. Dieser wurde heiß mit einer Portion Sahne sowie einer Kugel Eis serviert. Auch sehr lecker.
Die Bedienung war nett und aufmerksam, aber unaufdringlich. Entscheidungsschwierigkeiten wurden akzeptiert und man lies einem genügend Zeit zu wählen, war aber sofort zur Stelle, sollte bestellt werden.
Ferrocarril de Sóller - Palma de Mallorca
Plaça d'Espanya 2, 07004 Palma de Mallorca
11-09-2007
(updated on 13-09-2007)
Vom Placa de Espanya im Palma fährt der "Rote Blitz" - eine fast 100jährige Eisenbahn - nach Sóller. Die Fahrt beginnt im historischen Bahnhof, nicht im neuen wenige Meter entfernt gelegenen neuen Bahnhof. Nachdem die Touristeninformation uns den Weg dorthin erklärt hatte kauften wir die Tickets und hatten noch Zeit diesen Bahnhof sowie den Zug zu bewundern. Interessant sind im Zug die Sitze, da man durch verstellen der Rückenlehne 2 oder 4 Personenabteile bekommt.
Die Fahrt geht durch insgesamt 13 Tunnel, die den von der Tramuntana-Gebirgskette eingeschlossenen Ort Sóller mit Palma und dem Rest der Insel verbinden.
Nicht nur die ca einstündige Fahrt mit dieser Eisenbahn ist beeindruckend sondern auch die Aussicht während der Fahrt!
Die Eisenbahn ist eine Schmalspurbahn mit einer Spurweite von 914 mm, die in der heutigen Zeit eher unüblich ist. Auffällig sind auch die alten Bauteile der Züge mit wunderschönen Details, die handwerklich gewartet und gepflegt werden.
Zwischen den Waggons auf der Plattform kann man, wenn man sich festhält, während der Fahrt sehr gut Filmen oder knipsen.
Die Strecke, die der Zug von Sóller zurücklegt, ist einzigartig, denn die Eisenbahn muss das natürliche Hindernis der Gebirgskette von Alfàbia, auf einer Länge von 2,8 Kilometern und über eine Höhe von 496 Metern, überwinden. Auf nur sieben Kilometern erklimmt der Zug Höhenunterschiede von bis zu 199 Metern bei einem Gefälle von 23 Millimetern. Zudem fährt er durch dreizehn Tunnel mit einer Länge von 33 bis 2.876 Metern und über diverse Brücken sowie über den Viadukt von "Cinc-Ponts" mit seinen fünf beleuchteten Bögen, die eine Höhe von 8 Metern erreichen, und schlängelt sich entlang zahlreicher Kurven mit einem Radius, der unter 190 Metern liegt.
Man fährt ab Palma noch ein Stück durch Palma und schon ist man im Landesinneren, welches einen starken Kontrast zu touristisch erschlossenen Küstenstädten darstellt.
Es ist recht trocken und man sieht überwiegend Olivenbäume, Schafe und andere landwirtschaftliche Produktion/Nutzung. Zu Beginn der Fahrt ist es noch recht flach, aber schon bald beginnen die Berge. Dort sind die Hänge terrassenartig bepflanzt, bebaut und bewachsen, oft auch noch ungenutzt. Sehr beeindruckende Aussicht!
Der Zug rattert durch Schluchten, Tunnel und über Brücken und ich fragte mich, wie man dies vor fast 100 Jahren ohne die heutige Technik bauen konnte. Vor allem der eine Tunnel ist endlos lang. Wir sind also schon allein von dem Bau der Strecke beeindruckt.
Bevor man die Eisenbahnstrecke baute, war das Tal von Soller vom Rest der Insel abgeschnitten. Frankreich war auf dem Seeweg einfacher zu erreichen als das näher gelegene Palma de Mallorca. Nur zu Fuß oder auf einem Reittier waren die Berge bis dahin zu überwinden. Mit dem Bau der Eisenbahn änderte sich alles. Plötzlich war Palma nur noch knapp 2 Stunden entfernt. Die Zuglinie wurde ursprünglich gebaut, um die Orangenernte in die Hauptstadt Palma zu transportieren. Es werden während der ca. einstündigen Fahrt knapp 30 Kilometer zurückgelegt und insgesamt 13 Tunnel durchquert. Der Zug war bis Mitte der 90er Jahre das bedeutendste Verkehrsmittel der Menschen im Tal von Soller. Seit der Eröffnung des 1995 neuen Straßentunnels ist Soller in 20 Minuten von Palma mit dem Auto zu erreichen und die Eisenbahn befördert vor allem Touristen (etwa 1 Million pro Jahr) über die Berge.
Deshalb legt der Zug auch unterwegs an einer Stelle kurz vor Sóller am Mirador del Pujol den Banya extra einen kleinen Stopp ein, da sich dort ein guter Blick über das gesamte Tal bietet, bei dem man die Gelegenheit hat, einige Fotos zu schießen.
Am Ende der ca. 50-minütigen Fahrt nehmen die Zitronen und Orangengärten zu und man erreicht den schönen Jugendstilbahnhof von Soller, welcher wenige Meter oberhalb des Hauptplatzes liegt.
Die Zitronenbäume hier sehen eher gelb aus, man sieht kaum noch das Grün der Blätter, so voller riesiger Früchte sind sie. Traumhaft.
Die Fahrt mit der historischen Eisenbahn sollte man sich trotz der vergleichsweise hohen Fahrpreise nicht nehmen lassen. Der Fahrpreis der Eisenbahn Palma-Soller beträgt 9 einfach oder 14 hin und zurück (2007).
Der Zug verkehrt täglich 5 bis 6 Mal in beide Richtungen.
Für alle, die es interessiert, hier noch paar Infos zur Geschichte:
Vorgeschichte:
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts, sah sich Sóller zunehmend angetrieben, der Isolierung, die der eigenen Entwicklung im Wege stand, ein Ende zu setzen. Vor allem der Transport von Reisenden und Waren zur und von der Inselhauptstadt Palma aus, aber auch die Anbindung an den Rest der Insel, die schon damals mit einem wachsenden Bahnnetz verbunden war, sollte erreicht werden.
Jerónimo Estades, ein Bürger von Sóller, der Abgeordneter und Geschäftsmann war, schenkte dem Wunsch der Bevölkerung Sóllers nach der Errichtung einer Bahnverbindung zwischen Sóller und Palma Gehör. Zunächst ließ er die Möglichkeit einer Strecke über Valldemossa und Deyà prüfen, für die 1893 eine Genehmigung beantragt wurde. Das Projekt ließ sich jedoch auf Grund der hohen Kosten nicht realisieren.
1903, schlug der Industrielle Juan Morell deshalb vor, man solle eine Tunnelstrecke direkt von Palma nach Sóller durch das Tramuntana-Gebirge bauen. Vorerst wurde die Idee abgelehnt. Jerónimo Estades jedoch nahm sich ein Jahr später des Projektes an und beauftragte den Architekten Pedro Garau mit der Planung. Der Entwurf wurde am 15. November 1904 im Rathaus von Sóller der Öffentlichkeit vorgestellt und fand die Unterstützung der Bevölkerung.
Mit dem Bau der Bahnstrecke wurde die Baufirma "Luis Bovio" beauftragt und diese erwarb von "Ferrocarriles de Mallorca" eine kleine Lokomotive, die in England 1891 hergestellt worden war. Diese Lokomotive war bis dato im Hafen von Palma zum Rangieren der Straßenbahn von Palma benutzt worden.
Bau:
Der Bau begann am 3. Juni 1907 gleichzeitig von Palma und von Sóller aus.
Nach einem Jahr gelangten die Arbeitstrupps, die in Palma begonnen hatten, nach Bunyola und standen dort der größten Herausforderung der gesamten Zugstrecke gegenüber: durch die Gebirgskette musste ein Tunnel mit einer Länge von 2.856 Metern bis zur anderen Seite des gewundenen Coll de Sóller gebaut werden. Weitere Tunnel und Schächte mussten geschlagen werden, bis die Lokomotive am 19. August 1911 den Aussichtspunkt "Pujol de'n Banya" erreichte.
Beginn des Bahnverkehrs
Die kleine Lokomotive durfte die Zugstrecke am 7. Oktober 1911 inoffiziell zu eröffnen, indem sie die Federführer des fertig gestellten Projekts - die Herren Jerónimo Estades, Pedro Garau und Antonio Maura - als Passagiere in einem eigens für diesen Anlass von der mallorquinischen Bahngesellschaft "Ferrocarriles de Mallorca" geborgten Salonwagen hinter sich herzog.
Die offizielle Einweihung fand am 16. April 1912 statt: Die Lokomotiven Nr. 1 "Sóller" und Nr. 2 "Palma" fuhren die Einweihungsgäste von Palma zum 27,3 km entfernten Sóller, wo die Lokomotive Nr. 3 "Bunyola" wartete. An diesem Tag war das gesamte zur Verfügung stehende rollende Material der Eisenbahngesellschaft "Ferrocarril de Sóller" auf den Schienen - die drei Lokomotiven und sechs Anhänger.
Ein Jahr später, im August 1913, kam eine vierte Lokomotive hinzu und es wurden die letzten vier Anhängerwaggons geliefert, die schon länger bestellt waren.
Die Betreiberfirma "Ferrocarril de Sóller SA" wurde am 5. November 1905, mit Unterstützung aller Bürger von Sóller, ins Leben gerufen.
Sie ist eine Gesellschaft mit Privatkapital, überwiegend von Einwohnern aus Soller getragen, die sich im Rahmen einer bis 2011 gültigen Vereinbarung, der Personenbeförderung auf dem Schienenweg verschrieben hat.
Seit 1913 betreibt die Eisenbahngesellschaft auch die Straßenbahnlinie von Sóller nach Port de Sóller (dem Hafen von Sóller) auf einer Strecke von 4,9 km.
Elektrifizierung der Eisenbahn
Am 14. Juni 1929 fand die Einweihung des elektrischen Antriebs für den Zug von Palma nach Sóller statt.
Mehr Fotos gibts morgen, jetzt ist erst mal QCN
tamayuri Sehr detailiert und gut geschrieben. Die Fahrt ist wirklich zu empfehlen, nicht nur für Bahnfans. In den letzten Jahren nahm die Zahl der Bahnlinien auf Mallorca wieder zu, nachdem sehr viele eingestellt wurden (sie fuhren “nur” im innern des Landes und nicht an die heute in der Saison stark Frequentierten Touristenorte), bald aber schon soll man von Palma nach Alcudia fahren können und die Linie nach Arta soll auch wieder aus ihren Dornröschenschlaf erwachen. Link ; http://de.wikipedia.org/wiki/Eisenbahnen_auf_Mallorca
11 January 2009
KletterTurm Mockau GmbH - Mockau-Nord
Tauchaer Str. 14, 04357 Leipzig
06-07-2007
(updated on 13-09-2007)
Na, mal wieder Lust auf ein Abenteuer? Aber bitte ohne zu großes Risiko? Börsenspekulation ist zu unreal uns zu riskant? Fallschirmspringen zu teuer und für Bungee jumping fehlt der Mut?
Ok, wie wärs mit klettern?!
Dazu bietet sich in Leipzig der Kletterturm an. Unter fachlicher Anleitung und garantiert gesichert, bietet sich dort die Möglichkeit seine Geschicklichkeit, Höhentauglichkeit und Kraft zu erproben od bei regelmäßigem Klettern auch zu trainieren.
Geeignet für fast alle Altersgruppen. Kann auch als Gruppe besucht werden, sollte dann jedoch vorher bestellt werden.
Die Piste: Einmalig in Europa!
Indoorklettern mit Standplatzbau auf mehreren Seillängen!
Höhe: 30,00 m,
Breite: 6,00 m,
Kletterstrecke: über 35,00 m.
Einsetzbar für den gesamten Bereich Vorstieg, Standplatzbau, Nachstieg, technisch, klassisch alpin, toprope oder was Ihr wollt. Senkrecht, Einzelpassagen leicht ausladend, ca. 6 Routen in wechselndem Schwierigkeitsgrad.
Und Kondition nicht überschätzen!
Auf der unteren Ebene der Boulderbereich mit 200 qm Kletterfläche und die Kinderwand.
Auf der zweiten Ebene die Profi- und Wettkampfwand
Auf der dritten Ebene die Schwierigkeitsbereiche von 3 bis 7 für Anfänger- und Fortgeschrittene
Und wenn das Wetter es zulässt, öffnen man den Outdoorfelsen.
Also allen die es mal probieren wollen- bei dem aktuellen Wetter bieten sich eh Aktivitäten in Innenräumen an- viel Spaß und viele tolle Erfahrungen. Aber vorsicht: Suchtgefahr ;-)
Ach ja: es empfiehlt sich festes Schuhwerk in dem man sicheren Halt hat, Getränke sowie Duschzeug und Wechselklamotten mitzunehmen.
Ganz neu: Restaurant zum neue Energie tanken danach.
Wen die Geschichte des Turmes interessiert, der lese hier nach:
http://www.kletterturm.info/seite-geschichte-ok.htm
Forn des Theatre - Palma de Mallorca
Plaza Weyler 9, Plaça Weyler/ Placa Weyler, 07001 Palma de Mallorca
08-09-2007
(updated on 11-09-2007)
Palmas älteste (von 1927) und schönste Bäckerei muss man einfach gesehen haben. Ein recht kleiner Laden, welcher aber sowohl für die Augen als auch für den Gaumen so einiges bietet.
Leider kamen wir kurz vor Ladenschluss, so dass nur noch wenige Backwaren käuflich zu erwerben waren. Aber dennoch bekamen wir noch einen sehr locker- luftigen und superleckeren Nusskuchen sowie Ensaimada, die berühmten mallorquinischen Hefeschnecken. Hmmmmmmmm.
Außerdem konnten wir die Spezialitäten in den Auslagen bewundern, welche sich hervorragend als Mitbringsel eignen.
Die Bäckerei und das Gebäude sind eine Augenweide. Seine Details und geschwungenen Linien sind dem Art Nouveau zuzuordnen. Die ausgefallene Fassade mit Jugendstilarabesken verbindet sich mit Blüten zu einem aufwendigen Türrahmen.
Der Freisitz vor der der Tür ist bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen beliebt. Man kann nicht nur Kulinarisches genießen, sondern hat zugleich einen guten Blick auf die Plaça Weyler und auf die Treppe, welche zum Plaça Major führt.
Sóller - Soller
Soller
11-09-2007
Ankunft und erste Eindrücke
Nach der etwa einstündigen, unwahrscheinlich schönen Fahrt mit dem Zug durch das Tramuntanagebirge kamen wir in Soller an und gleich auf dem Bahnhof erwartete uns eine nette Überraschung. Ein hübscher Jugendstilbahnhof in welchem nicht nur ein Souvenirshop sondern auch eine von Miro gestiftete (kostenlose) Dauerausstellung auf Besucher wartet. ....
Vor dem Bahnhof fuhr gleich die historische Straßenbahn vorbei und es erwartete uns eine Touristeninfo in welcher wir die erwünschten Infos zur Stadt sowie zum (separat beschriebenen) botanischen Garten Sollers bekamen.
Vom Bahnhof geht es talwärts bis zum Hauptplatz, der Placa Constitucio. Doch bevor ich den Marktplatz und andere Sehenswürdigkeiten Sollers beschreibe, kurz paaar Infos zur Stadt:
Soller, 30 km nördlich von Palma gelegen, ist eine kleine Stadt (circa 12000 Einwohner). Durch die Gebirgskette abgetrennt vom Rest der Insel liegt sie im Tal der Orangen. Interessant ist die Altstadt, der Markt sowie die historische Eisenbahn und die zum nahe gelegenen (ca. 4 Km) Port de Soller fahrende historische Straßenbahn.
Das Leben spielt sich in Sóller auf und rund um den Marktplatz ab, der wahrscheinlich einer der schönsten der gesamten Insel ist. Am Platz steht mit der Kirche Sant Bartomeu aus dem 13. Jh. das auffallendste Gebäude von Soller mit einem wunderschönen Rosettenfenster und einer modernistischen Fassade des Architekten und Gaudischülers Joan Rubio im Schatten von Platanenbämen. Rubio entwarf auch das Bankgebäude von Soller. Trotz der vielen Besucher strahlt hier alles eine gewisse Ruhe und Gelassenheit aus. In den Gassen und Straßen rund um den Platz befinden sich einige Geschäfte, in denen man mehr oder weniger Inseltypisches kaufen kann. Prächtige in den Kopfsteingassen dokumentieren den Reichtum Sollers um die Jahrhundertwende.
Geschichte, Tourismus, Bauwerke, Sehenswürdigkeiten:
Soller war eine Insel auf der Insel, von mächtigen Tausendergipfeln umschlossen, bis 1912 die damals moderne Schmalspurbahn aus dem Hause Siemens die bequeme Verbindung nach Palma brachte.Als zweites historisches Vehikel zockelt eine Straßenbahn mit offenen Waggons im Halbstundentakt von Sóller zum Hafen (Port de Soller). Seit der Eröffnung des (mautpflichtigen) Straßentunnels im Jahr 1997 ist es mit der Abgeschiedenheit des Ortes endgültig vorbei. Stadt und Hafen leiden unter Verkehrsproblemen, denn Sóllers noch aus arabischen Zeiten stammende Gassen sind eng und die terrassenartig angelegten die Stadt umgebenden Zitrushaine lassen keine Ausdehnung zu.
Altstadt von Soller: Die alte Innenstadt von Soller ist weitgehend erhalten. Die engen Gassen und der zentrale Platz Placa de Constitucio mit der bekannten Kirche Sant Bartomeu laden zu einem Spaziergang und Einkaufsbummel ein. Die Carrer Sa Lluna ist die Einkaufsmeile. Auf dem Placa de Constitucio befinden sich einige gute Straßencafes, in denen man die Atmosphäre der Stadt geniessen kann.
Kulinarisches und andere Einkaufstips:
Soller ist für seine Orangen mit hoher Qualität bekannt. Die Saftorangen sind etwas kleiner als üblich, süß und sehr geschmacksintensiv. Man bekommt sie sowohl frisch als auch frisch gepresst fast überall in der Saison zu kaufen.
Zur Zeit der Orangenreife (Okt.-Mai) ist das Tal von Sóller besonders reizvoll.
Aber auch die Zitronen sind sehr beeindruckend. Ich habe Zitronen aus Soller zu Hause aufs Maßband gelegt: 15cm lang und ca 7cm Durchmesser! Auch frischen Zitronensaft bekommt man in Soller in den Cafes angeboten.
Nicht weit vom Marktplatz gelangt man, wenn man zu Fuß den Straßenbahnschienen folgt, zur Markthalle des Ortes und zu einer Speiseeisfabrik. Die zentrale Markthalle (Lebensmittel) ist täglich außer Sonntag geöffnet, jedoch offenbar nur bis Mittag, denn sie hatte leider schon geschlossen, machte jedoch einen interessanten Eindruck und ein Besuch soll sehr lohnenswert sein. Leckeres Eis haben wir schräg gegenüber der Markthalle gegessen. Es gab mind. 20 verschiedene Sorten, bnis zu 30 soll es in der Saison geben, habe sie aber nicht gezählt. Mangelnde Katalanischkenntnisse bereiteten mir hier durchaus Probleme. Aber das nach der Optik bestellte Eis war lecker.
Auch sehr lecker war das in der Carrer Sa Lluna beim Bäcker verzehrte Essen. Die Carrer Sa Lluna verdankt ihren Namen dem Haus nr. 50, der Casa de la Lluna, da es ein Mondgesicht auf der Fassade hat. Leider ist es stark restaurierungsbedürftig. Interessant ist auch der große Samstagsmarkt unter freiem Himmel, mit vielen Ständen auf den Gassen und Plätzen der Altstadt. Somit sollte man, wenn man die Wahl hat, einen Ausflug nach Soller auf einen Samstagvormittag legen.
Lohnenswert sind auch Schnitzereien aus Olivenholz, welche man zu kaufen bekommt.
Straßenbahn Soller - Port de Soller: 1913 wurde die etwa 5 km lange Straßenbahn gebaut. Heute dient sie vor allem den Touristen. Die Wagen und Einrichtung stammen aus der Anfangszeit der Tram. Fahrkarten gibts im Zug, wie es früher war, beim Schaffner. Die Bahn fährt recht langsam, hält unterwegs öfter zum fotografieren und auf Wunsch kann man überall unterwegs anhalten und/oder aussteigen.
DoroB gute idee. aber am liebsten ist es mir frisch vom baum. oder frisch gepresst.
ok, ich gebs zu: ich brauch ja nur nen grund um wieder hinzufahren :-)
1 October 2007
wrnr Vor dem Autotunnel nach Soller gibts auch noch einen sehr sehenswerten Garten "Jardins d’Alfàbia". Hab in der Bahngruppe mal kurz davon berichtet: http://www.qype.com/forums/39/topics/424-Lieblingsbahnstr...
Warst Du dort auch? Ich glaub, wenn hier das Nieselwetter beginnt, fang ich an, die sonnigen Sommerurlaube zu verqypen und wärmende Bilder reinzustellen. Jeden Tag ein Beitrag und der November ist erhellt von schönen Erinnerungen.
1 October 2007
Botanischer Garten von Soller - Soller
Apartat de correus 44, Ctra. Palma – Port de Sóller, km. 30,5, 07100 Soller
10-09-2007
Aus Sóller kommend läuft man ca 10 min bis hierher. Der Weg dahin und um einen Teil des Geländes herum zum Haupteingang ist allein schon sehenswert, schon wegen der im Sommer übervollen Zitronenbäume.
Der botanische Garten von Sóller, dient wie so viele andere botanische Gärten mehrere Zielen. so lautet hier die Zielsetzung:
- Bewahrung der seltenen oder vom Aussterben bedrohten einheimischen Spezies der Balearen, der übrigen Mittelmeerinseln und ihres Einflussbereichs.
- Ihre Bekanntmachung sowie die pädagogische Schulung von Schulklassen und Erwachsenen durch Sammlungen lebender Pflanzen, durch Ausstellungen, Fotowettbewerbe, Vorträge, Einzelveröffentlichungen und die Herausgabe von Lehrmaterialien wie Plakaten, Broschüren usw.
- Themen sind dabei: Bewahrung der Pflanzen, Nachzüchtung wilder Spezies, Anbau in Nutz- und Zierpflanzungen usw.
Dieser botanische Garten umfasst nicht nur mallorquinische Pflanzen, sondern hat, geordnet nach Gebiet und natürlichen Bedingungen,
sowohl Pflanzen als auch Saatgut aus dem gesamten Mittelmeerraum. Damit möchte man unter anderem ein Aussterben gefährdeter Arten verhindern, da man sie hier nachzüchten und wieder auswildern kann.
Der Garten ist sehr lehrreich, wenn man sich mit Pflanzen auskennt und einfach nur "schön" für Laien.
Man findet hier verschiedene Zitrusfrüchte, Apfelsorten, Weine, Kakteen und andere Sukkulente, Wasserpflanzen wie Papyrus, .... und vieles mehr.
Ein botanisches Institut befindet sich ebenfalls auf dem Gelände.
Die Webseite beschreibt sehr schön, was man je nach Jahreszeit im Garten zu sehen bekommt und informiert über verschiedene Pflanzen.
Zum Kauf der Eintrittskarte bekommt man eine Karte des Garten ("Gartenplan") sowie eine Inforbroschüre ausgehändigt. Diese ist auf deutsch, englisch, spanisch oder katalanisch verfügbar.
Placa de la Reina - Palma de Mallorca
Plaza de la Reina Plaça Reina, Palma de Mallorca
10-09-2007
Der Plaça de la Reina ist eine weitere Oase im Herzen von Palma. Die vielen Plätze, welche zum Verweilen einladen sollen unter anderem zur sehr hohen gefühlten Lebensqualität in Palma beitragen, was ich sehr gut verstehen kann.
Der Platz, welcher nur wenige Meter von der Kathedrale und somit auch vom Meer entfernt ist, ist ein bekannter Haltepunkt für Busse und auch ein beliebter Treffpunkt.
Der Springbrunnen, welcher von Grün und Sitzgelegenheiten umrahmt wird, plätschert angenehm vor sich hin.
Sehr erstaunt hat mich, dass die umgebenden Mauern mit Frauenhaarfarn bewachsen waren, da ich nie erwartet hätte, dass dieser bei diesen Bedingungen dort wächst. Wieder was gelernt ;-)
Ach ja, eines der Fremdenverkehrsinformationsbüros also eine Touristeninformation befindet sich auch hier. Dort erhält man nicht nur Auskünfte sondern auch Fahrpläne, Stadtpläne etc. Haben uns oft geholfen und waren immer sehr nett.
Dialog - Palma de Mallorca
Carme 14, 07003 Palma de Mallorca
10-09-2007
Etwas versteckt in der kleinen Seitenstraße der La Rambla und parallel zur Calle Oms liegt die Buchhandlung Dialog. Weiterhin befindet sich darin auch die Sprachschule und eine kleine Cafeteria.
Die Sprachschule
..bietet dem Hörensagen nach sehr gute Kurse an, welche ich jedoch in diesem (viel zu kurzen) Urlaub nicht testen konnte. In Kooperation mit dem Goetheinstitut werden Deutschkurse angeboten. Man kann natürlich auch Spanisch dort lernen :-)
Dafür gibt es sowohl 2wöchige Intensiv- als auch 10wöchige Normalkurse.
Die Buchhandlung:
Alle, die gern mehr über die Insel erfahren als in den einschlägigen Reiseführern zu lesen ist, sind hier richtig. Denn hier findet man die weltweit größte Mallorca-Abteilung in deutscher Sprache. Zur Zeit über 100 verschiedene Mallorcaführer! Viele wirklich interessante Bücher über Land und Leute sind in kleinen mallorquinischen Verlagen erschienen und in Deutschland nicht erhältlich.
Außerdem bietet "Dialog" natürlich eine sehr umfangreiche Sprachenabteilung (Sprachlehrbücher, Wörterbücher usw. für Spanisch, Deutsch und Englisch).
Auch englischsprachige Belletristik ist hier erhältlich.
Natürlich kann man hier auch einfach Urlaubslektüre kaufen, sprich es gibt ein umfangreiches Sortiment, welches über die Reiseführer und Sprachführer weit hinausgeht.
Man kann sich auch ganz in Ruhe bei einem Café con leche - der überall gerühmt wird- mit einer Auswahl von Büchern in der integrierten Cafeteria niederlassen.
Alles in allem eine Empfehlung für alle und besonders für jene, die sich intensiver mit der Insel und der Sprache befassen wollen.
Fundació Pilar i Joan Miró - Palma de Mallorca
Carrer Joan de Saridakis 29, 07015 Palma de Mallorca
08-09-2007
Unbedingt sehenswert! Nicht allzuweit von Palmas Altstadt entfernt liegt die Stiftung Pilar und Joan Miro.
Getreu dem Willen des Wahlmallorquiners und gebürtigen Katalanen Joan Miró (1893-1983), der 40 Jahre auf der Insel wirkte, wurden Atelier und Wohnhaus des Künstlers zu einem »Ort, wo Menschen gemeinsam arbeiten, schaffen und diskutieren«. Ein Teil seines Nachlasses ist in dem Museumsbau zu sehen; außerdem werden wechselnde Ausstellungen anderer Künstler veranstaltet. Zu bestimmten Zeiten sind auch Mirós Atelier, 1954 von seinem Freund Josep Lluís Sert erbaut, und das Haus Son Boter, das dem Künstler als Studio diente, zu besichtigen.
Wir hatten das Glück alles besichtigen zu können, leider gab der Kameraakku noch in der Daueraustellung den Geist auf, so dass ich leider keine Bilder vom Atelier und vom Wohnhaus habe. Hole ich beim nächsten Urlaub nach ;-)
Die Stiftung Fundació Pilar i Joan Miró a Mallorca wurde im Jahre 1981 auf Grund der Schenkung durch Joan Miró und seiner Frau Pilar Juncosa mit den vier Werkstätten mit einer großen Anzahl darin enthaltener Werke gegründet. Miro, welcher seit 1956 (nach Fertigstellung seines endgültigen Wohnsitzes) auf der Insel lebte/ wohnte/arbeitete, starb auch auch 1983 hier.
Im Verkaufsraum kann man völlig überteuert allerlei Dinge mit miróschen Motiven kaufen.
Ein nettes Cafe mit leckerem Kaffee und freilaufenden bzw. sich in der Sonne räkelnden Katzen gibts auf dem großen Gelände auch.
Zu viele Bilder stelle ich lieber nicht ein, weiß nicht, ob man trotz gekaufter Fotoerlaubnis diese veröffentlichen darf.
tata Die Fundació Joan Miró gibt es auch in Barcelona, noch grösser und ausführlicher. Das komplette Lebenswerk und sogar abgezogene Kupferplatten für Original-Radierungen.....
(Bin sogar -pardon- mit zwei eigenen Radierungen in seinem "Heimatmuseum" vertreten)
Gruss Etienne
9 September 2007
DoroB ja, von der Stiftung in Barcelona weiß ich, aber da ich nur die in Palma gesehen habe, kann ich auch nur darüber schreiben.
schreib doch zur stiftung in Barcelona und verlink es ;-)
9 September 2007
Plaza de España - Palma de Mallorca
Plaça d´espanya, Palma de Mallorca
08-09-2007
Das Tor zur historischen Altstadt ist die Plaça d´Espanya. Gleichzeitig ist der Platz das Herz des Inselverkehrs: hier starten Züge und Busse in alle Richtungen zu den Dörfern der Insel.
So auch der berühmte historische Zug nach Soller, zu dem ich die Tage noch schreiben werde.
Weithin sichtbar das mitten auf dem Platz stehende Bronzedenkmal von Jaime I.
Hier treffen sich eher Einheimische als Touristen und dennoch herrscht Trubel.
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