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I'm HobbyBruncher from Berlin. I've been Qyping since 27-07-2009

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L'Ange Gardien - Quartier Gambetta

189 Rue Pyrénées, 75020 Paris

08-05-2012

Engel

Nach einer fast aussichtslos scheinenden Suche im 20' Arrondissement durch Zufall auf einem Rundgang durch das Viertel auf dieses unscheinbare Restaurant "gestossen". Dieses, etwas abseits vom gut von Touristen durchsetzten Viertel, mit den ueblichen Begleiterscheinungen hinsichtlich nachlassender Qualitaet und Quantitaet, liegende Lokal ist aussergewoehnlich gut. Das Essen hinreissend, der Service einwandfrei, die Weine, ja auch der Champagner gut gewaehlt. Hier ist franzoesische Kueche "drin", wie man selbst in Paris kaum eine bessere finden kann. Ob Jakobsmuscheln, Foi Gras auf Linsen oder was auch immer. Es war nur koestlich. Hier geht man auch hin um einfach nur einen schoenen Abend zu zweit zu geniessen oder mit Freunden in ruhiger Atmosphaere den Tag zu beenden. Das Preisniveau ist allerdings auch ueberdurchschnittlich - aber gerechtfertigt. Nur die Platzanzahl ist auesserst begrenzt, die Einheimischen wissen das nur zu gut und reservieren schon mal vor. Von mir ein ganz herzliches Merci und eine ausdrueckliche Empfehlung.

Insel Werder - Werder

Altstadt, Werder

14-04-2011 (updated on 09-11-2011)

Kiekt er

es war schon ein wunderlicher Dialekt, den der Werderaner zu früherer Zeit gebrauchte.
Frühe Zeit war gegen 1900. Aus Sicht dieser Zeit wird mit historischem Gewand von der Gilde der Werderaner Stadtführer die Insel präsentiert. Es wird berichtet von der Arbeit und vom Leben der Werderaner, vom Aufbau und Vergehen, vom Essen und vom Trinken, vom Hungern und vom Dursten. Von guten und von schlechten Zeiten.
Auf den Internet-Seiten Werders werden diese Führungen, die im Moment noch unregelmässig stattfinden, angekündigt. Diese sehr kurzweilige Stunde lege ich nicht nur den Werderaner-Neulingen ans Herz, hier kann bestimmt jeder noch etwas neues erfahren. Und nach der Führung geht es in die Muckerstube, zum wohl besten Kuchen dieses Ortes, der nach Originalrezepten von ? – genau, der Ur-Oma von 1900 – von der “Muckerschen” gebacken wurde. Sollte man – wie ich – das Glück haben, dazu auch noch besten Sonnenschein zu bekommen, wird dieser Ausflug in die Geschichte ein erneuter unvergesslicher Nachmittag im schönen Werder.

Vino y Mar - Wilmersdorf

Emser Straße 43, 10719 Berlin

09-11-2011

-lich

Wir waren mit Freunden im Vino y Mar. Und wir waren gern da.
Eigentlich war ich viel zu früh vor Ort, und deshalb wollte ich dieses Etablissement vorweg schon mal kurz in Augenschein nehmen, man hatte ja die Beiträge hier gelesen.
Die Inhaberin war noch damit beschäftigt die Tische einzudecken, versäumte es aber nicht mich zu begrüßen, freundlich.
Oh, dachte ich, vielleicht wird es doch nicht so fürchterlich wie nach den Kritiken zu erwarten wäre.
Nach kurzer Durchsicht des Weinregales tummelte ich mich aber noch mal um den Block, meine Mitesser kamen erst später.
Nach diesem kurzweiligen Zeitvertreib, der erkennen ließ, das es sich nicht um eine Touristenverwöhnte Gegend handelt, wunderte mich immer mehr, wie diese Kritiken zustande kommen konnten – ohne das dieses Restaurant längst pleite ist.
Laufkundschaft ist hier eher selten, man ist also auf geneigte Kundschaft angewiesen.
Wieder eine freundliche Begrüssung, ich hätte erwartet der Inhaberin schon auf die Nerven zu gehen mit meinem Rein-Raus. Nichts dergleichen.
Ich bin dann erst mal alleine hinein, ich sollte auf meine Freunde noch etwas warten müssen. Also, Platz an der Theke genommen und die Tresenkraft beim Bereiten der Bestellungen der anderen Gäste mit meinem Wunsch nach einem guten kräftigen Rotwein erst einmal unterbrochen.
Jetzt dachte ich, jetzt wird es bestimmt unannehmlich bis ruppig, schliesslich waren die ersten Gäste mit ihren Bestellungen eigentlich zuerst dran, und ich hätte mich durchaus auch an dem von uns reservierten Tisch setzen können, der ordentlich eingedeckt war und seiner Kundschaft harrte, die immer noch auf sich warten liess, statt den Leuten auf die Nerven zu gehen.
Der Rotwein, der dann behende auf dem Tresen Platz fand, war ganz nach meinem Gusto. Man versteht sich auf seine Weine.
Wieder ein Vorurteil hinüber.
Langsam stellte sich der Verdacht ein, das die hier gelesenen Kritiken irgendwie nicht ganz stimmen können oder die Gäste waren in einem anderen Restaurant, einem Paralleluniversum oder sonst wo, nur eben nicht hier. Verwunderlich.
Freundlich und in aller Ruhe wurden die Gäste beraten betreut, bedient. Vorbildlich.
Meine Mannschaft kam dann, endlich. Wir nahmen Platz an unserem Tisch, der weder besetzt war, noch in bälde freizugeben wäre, oder was auch immer. Ganz gewöhnlich.
Die Gedecke waren ja schon sorgfältig gelegt, erfreulich.
Aber- auch wir hatten Gutscheine, Garnelen “all-you-can-eat”. Den zückten wir auch gleich und erwarteten jetzt die runzelnde Stirn und eine enttäuschte Inhaberin, ob des vermutlich geringen Umsatzes. Die Arbeit ist die eben doch die gleiche.
Nichts davon. Aber zuerst einmal die Getränke. So wurden Wein,Bier und Wasser bestellt.
Nichts hat länger als 10 minuten gedauert, wunderlich.
Dann wurde das Essen geordert, nicht jeder ist Garnelen-Fan, nicht jeder hatte einen Gutschein und nur Garnelen ist einfach zu langweilig, also wurde noch allerhand anderes aus der Küche gefordert.
Aber erst einmal die Brotkörbe und Ajoli. Frisches Brot, just geschnitten, knackig frisch auch die Ajoli und vor allem reichlich.
Nichts von alledem, was ich hier nach dem lesen erwartet hätte.
So auch die Garnelen, die in der reichlich grossen Tapas-Schale gereicht wurden. Und das ohne Aufforderung zum Nachfüllen und gut gefüllt und freundlich serviert.
Zwischenzeitlich musste ich dann schon Stop sagen, es ging mir einfach zu schnell und wurde mir dann auch irgendwann zuviel. 4 Schalen voll mit Garnelen. Mehr ging nicht, dann haben wir doch noch ein paar Side-Dishes mitgenommen, wir waren jetzt neugierig. Also her mit den Pimientos, den Tortilla Mista usw. usf..
Alles ganz manierlich und weiter freundlich und ab diesem Moment Vorurteilsfrei.
Jetzt waren wir sicher, dieses Tapas-Restaurant hat den Namen verdient und alles richtig gemacht.
Das Essen war durchweg gut, die Weine ebenfalls. Wir fühlten uns ausgesprochen wohl dort. Auch das Ambiente hatte seinen Anteil daran. Aber auf Grund einer latenten Paranoia die auf den Erfahrungen anderer Schreiber hier fusste schaute man sich trotzdem auch die anderen Gäste an. Aber alles war ganz entspannt und friedlich.
Unfreundlich war hier niemand, unannehmlich war hier gar nichts, nicht mal die Preise. Diese bewegen sich entsprechend der guten Qualität und Herkunft aber auch der guten Zubereitung mehr als im Rahmen.
Ich verstand die Welt nicht mehr. Was ist hier passiert, das diese Bewertungen zustande kamen ? Sind hier einige Kunden vielleicht schon “geimpft” hinen und wollten ihre Vorurteile nur bestätigt sehen ?
Ich habe es mir dann noch gegönnt, ein Gespräch mit den beiden zu führen, einfach um herauszufinden was hier falschgelaufen sein könnte. Und man hat sich gern mitgeteilt. Keine Ablehnung sondern ganz offen und herzlich. Vielen Dank dafür. Eine Erklärung ergab das aber nur zum Teil.
Der Respekt gegenüber einem Restaurant und seiner Bewirtschaftung drückt sich auch darin aus, das dem Kunden bewusst ist, das ein Gutschein nur ein Teil des Abends sein sollte. Auch ein solches Restaurant braucht Umsatz, wenn es uns morgen noch mit guten Angeboten aus guter Küche beglücken soll.
Und bevor irgendeiner wieder etwas unterstellt – Nein mir gehört der Laden nicht, auch ich muss meine Rechnung selbst bezahlen und dafür arbeiten gehen und zwar woanders. Und ich kenne dort keinen persönlich.
Vielen Dank an alle, für den schönen Abend !
Wir haben beschlossen dieses Restaurant wieder zu besuchen und können es ruhigen Gewissens weiterempfehlen.

Gourmet79 Nee, zum Glück bin ich keiner, der da Ärger hatte. Wollte nur drauf hinweisen, dass andere eben nicht so ein Glück hatten und gratulieren, dass es dann wohl bei Ihnen nicht so war!

Gruß zurück!

Otto58 Herzlichen Glückwunsch! Gerne hätten wir auch diese Erfahrung gemacht, leider war das uns bei beiden Besuchen nicht vergönnt und wir werden dort nicht wieder hingehen.

Fischrestaurant "Aquamarin", Serwest - Chorin

Serwester Dorfstrasse 3, OT Serwest, 16230 Chorin

06-06-2011 (updated on 07-06-2011)

Dahinter

Hinter der Wahl speziell dieses Restaurants, steckte die Ankündigung des Hauses zum Themenfisch des Monats, dem Thun.
Als wenig Thun-Geneigter, treibe ich die Köche regelmäßig in die Verzweiflung.
Dahinter steckt einfach die Suche nach einer, diesen Fisch verstehenden Hand, die wirklich selten zu finden ist, wenn sich hinter einem angebotenen Thunfisch, in welcher Form auch immer präsentiert, eben nicht nur das übliche Dosenfutter verbirgt.
Als Radfahrer, in desolatem Zustand leicht erkennbar, fragte ich einfach erst einmal nur, ob ich mich nicht mal frisch machen könnte. Statt einer Geschichte wie: "Jaaa, das kostet aber wenn sie nicht Gast sind", oder pampige Antworten wie man sie sonst bekommt, ein ganz liebes nettes : "Selbstverständlich, gleich hier links dahinten".
Dann gab es eine Überraschung, auf der Toilette befanden sich alle Artikel für den demolierten Reisenden. Seife, Creme, Haargel und sogar Haarspray um dem Reisenden wieder zur Fasson zu verhelfen. Und dann auch noch für lau. Dahinter steht das Interesse an den Bedürfnissen der Kunden. Und das wir einkehren wollten, haben wir bis dahin nicht durchblicken lassen. Nummer "olle Rad-Touris" eben.
Dafür ein ganz grosses Lob. Das findet man schon sehr selten.
Das Menü enthält eine gute bodenständige Küche, wie sie genau in die Brandenburger Landschaft gehört, gepaart mit Kreativität und eben ausgesuchten Themenessen zu wirklich moderaten Preisen - dahinter.
Also nicht lange nachgedacht, und das Thunfischsteak auf Spargel-Tomaten-Nudeln mit dem von meinem Vorgänger beschriebenen Salat, begleitet von einem gut gefundenen Müller-Thurgau.
Aber zuvor erst einmal einen exotischen Meeresspieß. Nichts vorgekochtes, nichts totmariniertes, einfach frische Meeresfrüchte auf dem Spieß, knusprig aber vor allem kurz gegrillt und abeschmeckt auf einem milden Knoblauchldip, der mehr war, als diese Pampe mit Ketchup, wie sie allerorten zu gern gemacht wird. Ebenfalls geordert wurde die Fischsuppe, die schlicht und ergreifend eine grundanständige war, wie sie aus und in Brandenburg sein sollte - mit einheimischen Fischen.
Das Entré war gut gelungen.
Der Thunfisch kam in einer doch guten Portion daher, war hervorragend gewürzt und auf dem Punkt, also der Moment, ab dem man diesen Fisch in Highspeed "inhalieren" muss, damit er nicht trocken wird ;-). Nur die Nudeln, die waren leider über den Punkt hinaus. Dafür eine kleine Abwertung. Parallel dazu aber auch noch das Barschfilet mit einer feinen Senfsauce, wie ich sie auch bevorzugt mache & Petersilienkartoffeln. Alles in ordentlicher Manier angerichtet. Überhaupt wurde hier auf die Optik viel Wert gelegt, ja auch meine Augen sind satt geworden.
Zum Salat hat mein Vorgänger auch schon etwas gesagt, er wäre wohl sehr "ossig". Ja, Hallo ?! Wo sind wir denn hier ? Im Osten !. Diese Art von Rohkost war bei uns durchaus üblich, schöne Grüße aus dem Spreewald. Und wir haben uns dien sogar zweimal kommen lassen. An dem war nicht schlechtes und er passte gut zum Gesamtbild und dem Menü. Dieses Restaurant hat nicht den Anspruch eine 3-Sterne Adlon Küche zu werden. Deshalb wäre ich auch nicht dahin. Abschließend einen Angermünder Nudelschnaps (!). In manchem kann ich mich meinem Vorschreiber nicht anschließen, allerdings Erdbeeren mit Schlag, sind ein Muss. Richtig. Dann aber auch zur Erdbeersaison.
Der Service war kundig, sehr freundlich und flott bei der Sache. Allerdings waren auch nur 4 Gäste da.
Schade. Dieses Restaurant hat mehr Interesse verdient.
Von mir eine kleine Empfehlung, gerade für die Zeit um die Choriner Klosterkonzerte bietet sich diese Lokalität an. - Dahinter - steckt nämlich mehr, als die profane Dorfküche.
Ich werde auf jeden Fall wieder einkehren.

Weinhandel Büsscher - Lichterfelde

Lorenzstraße 57a, 12209 Berlin

10-05-2011

JWD

"gefühlt" am Rande dieser großen lauten Stadt im Grünen, mit einer sonnenverwöhnten Terasse, befindet sich dieser kleine Wein-und Feinkosthandel. Interessant ist die Kombination der Feinkost von der Frau Büsscher mit dem Weinhandel des Herrn Vollrodt. Beide betreiben in enger Partnerschaft ihren gemeinsamen Laden und erobern sich so einen gemeinsamen Kundenkreis.
Die Feinkostartikel beschreibt Frau Büsscher gern als "a' la Mittelmeer"-Produkte und sind zumeist handgefertigt und haben viel mit italienischer Antipasti gemein. Beste selbst eingelegte Oliven durfte ich schon mal verkosten, ohne das dafür ein Salär erwartet wurde.
Ganz offensichtlich ist dieses Zusammenwirken noch von sehr junger Natur, einiges soll hier noch passieren selbst im Internet fanden sich bis dahin kaum Spuren zu dieser Lokalität, ehmals ein Grossweinhandel, der auf Grund von Platzproblemen ausweichen musste.
Nicht zum Nachteil wie ich finde.
Dieser kleine gemütliche Weinhandel ist mir mit seiner liebenswert persönlichen Note sehr viel lieber als ein Möwenpick-Verschnitt.
Angeboten werden Weine von Privatwinzern, deren Ausbau deutlich unterschiedlich ist und somit auch sicher gestellt ist, das für viele der ein oder andere Wein passen kann.
Einige Klassische Weinanbaugebiete sind ebenfalls vertreten, jedoch alles in nicht all zu großer Zahl. Die sich vergrößernde Auswahl wartet noch auf geeignete Kandidaten.
Ich habe jedoch schon mal die Rosèweine degustiert. Die umfangreiche Probe war kostenlos und Brot gab es ebenfalls gratis dazu.
Ganz einfach, sehr gut.
Danach wurden dann einige Gläser aus der Weinprobe auch zu Gemüte geführt und Flaschenware ebenfalls vorbestellt. Alles unkompliziert, liebenswürdig und kompetent. Man kann sich hier auch einfach nur umfassend informieren, man betont, das man den Laden nicht zum Broterwerb führe, sondern als Beschäftigung im Alter. Man ist bereits Privatier.
Das macht es dann um so netter, niemand hat oder macht hier irgendwelchen Druck.
Man wird mich dort in Zukunft wohl des öfteren finden.
Und ich empfehle dem Wein- oder Feinkost- aber auch Entspannungssuchenden das ebenfalls, - wenn es auch etwas JWD ist.

Lindo - Köpenick

Grünstraße 4, 12555 Berlin

10-05-2011

Schön

ist ein Attribut, das man sich verdienen muss.
Zu den Winzerfest-Tagen in Berlin-Köpenick mal wieder Weine verkostet und dann durch die immer wieder schöne Altstadt, zumal zu diesem Fest und dem schönen Wetter, gebummelt.
Dabei sind wir fast über den Aufsteller vor einem eher kleinen Lokal, das den Charme einer normalen Cocktailbar ausstrahlte und eher unscheinbar wirkt, gestolpert, der einen brasilianischen Musikabend versprach, Eintritt frei. Schnell noch einen Blick auf das Menü, das könnte schön werden.
Es war doch schon gut voll und das obwohl vor der Tür das Winzerfest allerorten immer noch in vollem Gange war. Das verhieß Gutes.
Die Weinauswahl, die uns schon beim Eintritt erwartete, war vielversprechend und es sollte noch schöner werden.
Das Menü gab leichtes aber auch kräftiges her, aber vor allem gute Küche. Wir hatten ja eigentlich schon gegessen, also reichte erst einmal die vegetarische Vorspeisenplatte für 2 Personen, die wirklich schön anzusehen war und noch viel besser schmeckte. Danach aber doch noch die pikanten Fleischspiesse, toll gemacht aber mit etwas wenig Pfiff. Also einen Gruss in die Küche geschickt und zur Antwort gab es eine selbstgemachte Chilipaste, wie man sie schöner nicht machen kann.
Jetzt musste aber das Rindercarpaccio auch noch hinterher. Das war dann das Allerschönste. Das Fleisch war so zart das es auf der Zunge schmolz. Hervorragend gemasert zerfiel es schon beim "Auf-Gabeln" . Das war eines der besten Carpacci, das ich je gegessen habe. Der Service schmiegt sich behende und sehr freundlich durch die mittlerweise zu brasilianischen Rhythmen tanzende Kundschaft und serviert den Grauburgunder hervorragend temperiert.
Die Musik war wirklich handgemacht von Brasilianern, und hatte sein Feuer. Tanzen war jetzt obligatorisch und der Wein wurde Rot.
Hier stimmte alles. Der Service, der Erlebnisfaktor und die Küche. Ich empfehle dieses Restaurant für ein schönes Stelldichein oder zu den Veranstaltungen, die regelmässig stattfinden, einen schönen Ausflug mit Freunden. Beides ist hier wirklich zu empfehlen - weil schön.

Schloss Bothmer - Klütz

Am Park, 23948 Klütz

29-04-2011 (updated on 02-05-2011)

2014

vorher kann es keine 5 Punkte geben. Diese, für diesen kleinen Ort Klütz bei Boltenhagen, überraschenderweise sehr grosszügige, geradezu imposante Schloß-Anlage befindet sich derzeit in einem sehr desolaten und restaurierungsbedürftigem Zustand. Auch ist der Park nur zum Teil gepflegt und die Wege sind praktisch hin. Die baulichen Anlagen kann man nicht besichtigen ein Bauzaun hindert den Besucher vor dem Zunahetreten.
Das ist die schlechte Nachricht.
Aber der Bauzaun ist keine Zierde oder zum Schutz der Besucher vor Schäden installiert, sondern vielmehr ein Zeichen des Fortschreitens der Sanierung und Restaurierung. Auf Grund vieler Schwierigkeiten ist das alles aber wohl recht kompliziert und das Geld fliesst nicht gerade in Strömen. Aber man ist gewillt bis 2014 alle Arbeiten abgeschlossen zu haben.
Das ist die gute Nachricht.
Sollte das bis dahin geschafft sein, ziehe ich meinen Hut. Denn diese Aufgabe ist gewaltig. Mehrere grosse Gebäude, das Schloß und Nebengelasse auf nachgebendem weil unterspültem Untergrund sollen ihr ehemals prachtvolles Antlitz wiedererhalten, nachdem es von einem Schein-Investor derart vernachlässigt worden war. Da half auch die Abtretung der Anlage an diesen für einen symbolischen Euro nicht, vermutlich erreichte man dadurch das genaue Gegenteil.
Was nichts kostet ist wohl auch nichts wert.
Ich empfehle trotz allem einen Besuch der Anlage ! Allein die Wanderungen nach Klütz auf gut ausgebauten Wegen sind es schon wert. Man darf sich nicht nur in einem kleinen vor Ort befindlichen Kaffee an selbsgebackenem laben, auch die Eindrücke die man jetzt schon erhaschen kann, lassen ahnen das 2014 für Klütz wohl ein besonderes Jahr werden muss. Im Kaffee kann man spenden, jeder Euro wird gebraucht und ein Eintritt wird derzeit nicht verlangt. Dort kann man sich zum (nicht nur diesem) Schloß mit Informationen versorgen oder auch die wirklich netten Damen bemühen, doch mehr über dieses Schloß und dem Stand der Arbeiten zu berichten, was diese sehr bereitwillig auch tun. Ich für meinen Teil, werde im nächsten jahr vermutlich wieder dort meine Schuhe einstauben ( dann aber nicht wieder die Guten) und den tollen Kuchen dort geniessen. Auf jeden Fall sehen "wir" uns 2014 wieder und ich hoffe bis dahin wird die Zahl der Interessierten noch deutlich wachsen können.

Bilderbuch na da sind wir alle gespannt

Fischereihof Kamerun - Ostseebad Boltenhagen

Zum Hafen 1a, 23946 Ostseebad Boltenhagen

28-04-2011

Unklar

Morgens wird der frische Fisch aus den Kisten im hinter dem Restaurant liegenden Fischladen zappelnderweise (ja, es gibt ihn auch küchenfertig) verkauft und abends kommt er dann im Restaurant auf den Tisch. Der Fischer ist am Morgen noch rege mit dem Fang beschäftigt, den Schnack im Laden hält man mit der wirklich netten Veräuferin. Nachdem der Dorsch zum Mittag die Bekanntschaft mit meiner Pfanne hinter sich hatte, sollte mir dieser Fisch aber auch mal aus der Restaurantküche auf den Tisch kommen.
Die Weinauswahl ist für meinen Geschmack vielleicht etwas schlecht abgestimmt. Mehr als ein Glas wurde es dann auch nicht. Mir fehlten einfach gute Begleiter.
Also bestellte ich vorab ein klares Dorschsüppchen. Erfreulicherweise war diese wirklich Nebenwirkungsfreie - leider etwas zu klein geratene ( nein, kein Fehler, es steht auch so auf der Karte ) kräfige Suppe - gar nicht so klar, sondern gut mit Dorsch und etwas Tomatengemüse aufgefüllt und mit frischem kräftigem hellem Brot serviert. So muss eine Fischsuppe schmecken. Im folgenden kam dann der Fischteller und der Fischereintopf auf den Tisch. Der Fischereintopf hatte wirklich "Masse" und führt bei den meisten vermutlich zu Überfüllung, das Brot schafft man dann nur noch mit Disziplin, will doch auch dieses gut gemachte inhaltsvolle Gericht honoriert sein. Der Fischteller den man wahlweise mit Reis oder - nicht ganz so gut ausgewählten Kartoffeln bekommt, war gut gemacht, jedoch die Hummersauce war schon sehr "convinient" und irgendiwie unpassend zum frisch gebratenem Fisch zumal auf dem ganzen Teller gut verteilt. Manchmal ist weniger eben doch mehr, mein Portemonaise hätte es auch gedankt. Der Service ist gut, allerdings wirkte alles etwas nervös und angeregt, es war einefach keine Gemütlichkeit hineinzukriegen. Vielleicht lag es an den ersten Sonnentagen zum Osterfest, man muss siich wohl noch einfuchsen in den Touri-Stress. Hier geht man am Besten in den Abendstunden hin, die nicht zu klein geratene Terasse direkt am Wasser im Hafen lädt dazu ganz besonders ein.

Fischrestaurant Blinkfür - Ostseebad Boltenhagen

Ostseeallee 64, 23946 Ostseebad Boltenhagen

28-04-2011

Leuchtendes Beispiel

Wieder einmal in Boltenhagen zu Gast, entging mir das Blinkfür natürlich wieder einmal nicht - es ist schon Ritual. Der kleine Leuchtturm, von der Strasse aus sichtbar, lässt mein Herz schon immer etwas höher schlagen. Bei allerbestem Osterwetter erbaten wir die Schliessung der Schirme, denn auf der Terasse im Innenhof vor dem Restaurant geniesst man die Ostersonne an diesem Tag. Eine kleine Aperitif/Digistif Karte lag schon mal auf dem Tisch, und der Service war so freundlich wie flink. Die Karten kamen dann auch sofort und machten mir wie immer das Leben schwer. Keine ganz grosse Auswahl, ABER, die Gerichte haben es allesamt in sich. Von bodenständigem (garantiert frischem) Fisch über exotischem Meeresgetier bis zu den Salaten und Süppchen, war jede Zunft vertreten. Doch vorher die knappe Weinkarte. Die Überraschung - obwohl die Weine in geringerer Anzahl angeboten werden, war alles notwendige gelistet. Die Weine waren sehr gut ausgewählt, so, das sie sich sehr gut mit den verschiedenen Gerichten kombinieren liessen. Kurzum, alles passte. Gewählt wurden bei dem Wetter eher leichte Gerichte, vor allem der Blinkfür-Salat der ein Blattsalat ist, leicht, frisch und knackig. Aber eben ein Blattsalat. Als Hauptgerichte kamen dann, Fischteller mit verschiedenen Sorten Fisch und gebratener Rotbarsch auf den Tisch. Die Sauce war vorbildlich platziert, neben dem Fisch und nicht darunter oder gar darüber. Alles wahlweise mit Petersilienkartoffeln, Backkartoffeln, Reis, Bratkartoffeln und,und,und. Sehr gut finde ich die extra bestellbaren Beilagen, wie zum Beispiel das knackige Röstgemüse. So lassen sich vermutlich unendlich viele Kombinationen aus den eigentlich gar nicht so zahlreichen Einzelgerichten zusammenstellen, schon das alleine finde ich hervorragend. Wenn dann alles noch von so gekonnter Hand wie im Bllinkfür auf den Teller kommt, gibt es eigentlich keine Entschuldigung mehr für Überbleibsel auf dem recht grossen Teller. Die Preise sind etwas gehoben aber angemessen dem Frischefaktor, dem Service und der Produktqualität. Und wer dann immer noch nicht genug hatte, der kann sich in Räucherei noch ein "Souvenir" mit nach Hause nehmen. Verschiedenes frisch geräuchertes, aber auch auch Fischsalate und weiteres "Mitbringsel" lassen sich hier ersteigern. Alles in allem ein wie immer gelungenes Essen in gepflegtem Ambiente. Solche kleinen Restaurants, in dem man das Herz spürt, ohne Schnick und ohne Schnack, sondern mit Kompetenz und "Händchen" findet man immer seltener, es ist nicht einfach nur eine Lokalität - sondern vielmehr ein wirklich gutes Beispiel für gelungene Ess- und Trinkkultur. Von mir eine ausdrückliche Empfehlung an alle "tierliebenden" !

hokki So wie dieser Beitrag verfaßt ist, scheint er aus dem Dunstkreis des Eigentümers zu stammen oder gar von diesem selber.
Als Ortsansässiger hatte ich genau gegenteiliges Erlebnis. Seitdem meide ich diese Lokalität. Der vorige Beitrag paßt da schon eher in die Realität. Allerdings wenn das Personal als freundlich und zuvorkommend beschrieben wird, dann muß das ganz frisch neu eingestellt worden sein.

HobbyBruncher Hallo,

weder dunste ich im Kreise der Eigentümer, noch bin ich einer.
Wenn du meine anderen Beiträge gelesen hättest, wärst du nicht zu diesem Schluss gekommen.
Das es zu dieser Bewertung in dieser Form gekommen ist, lag schlicht und ergreifend daran, dass unsere Familie und ich das genau so empfunden und erlebt haben.
Mag sein, das wir einen guten Tag ausserhalb der Regel erwischt haben könnten. Jedenfalls kann das Blinkfür wohl doch mehr als man ihm zutrauen möchte.
Im übrigen habe ich schon sehr häufig festgestellt, das die Einheimischen - auch anderer - Städte, ihre eigenen Lokalitäten allgemein schlechter einschätzen als die, die sie in anderen Städten/Ländern besuchen.
Also freue dich doch einfach mit uns, das ihr in eurer Heimat begehrbare Dinge habt, die uns auffordern, euch immer mal wieder gern zu besuchen.

Grüße,
HobbyBruncher

Muckerstube - Werder

Brandenburger Str. 164, 14542 Werder

28-03-2011 (updated on 06-04-2011)

Twittern

mal ganz anders !

Es ist schon ein wirklicher Zufall gewesen, die Muckerstube zu finden und dann auch noch "besetzt" von lauter twitternden (?)!.
Die Muckerstube lud zum Frühlingsliedsingen ein und nannte diesen ganzen durch Mandoline und Gitarre begleiteten Nachmittag, in Anlehnung an die Begrifflichkeiten der nicht anwesenden jüngeren Generation, einen "Twitternachmittag".
Es gab neben den guten alten, aber vor allem auch mir bekannten Volksliedern, besten - also richtiig leckeren ! & natürlich selbsgemachten ! - nix Bäcker- Kuchen in einem Ambiente das dem Anfang des 20Jh. nachgestellt ist und entsprechend ausstaffiert wurde.
Es gab viele Erklärungen zu dem, was die Muckerstube ist, was sie macht, aber auch was es noch braucht. Das alles in ganz liebenswürdiger Manier präsentiert.
Hier ist Herz drin - und Musike. Wenn man etwas Werder-typisches sucht, dann wird man hier fündig.
Wenn ihr mehr Muckerstube "erfahren" wollt, in ganz Werder schmeckt der Kaffee hier am besten und macht das twittern den grössten Spass !

Karde Während meines Werder-Urlaubes 2010 hatte die Muckerstube leider geschlossen. Schön, von Dir darüber zu lesen.