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Karde's Qype profile
Festung Ehrenbreitstein - Coblenz
Festung Ehrenbreitstein, Koblenz
28-04-2011
(updated on 20-07-2011)
20. Juli 2011
Die BUGA hat einen weiteren Höhepunkt erreicht: die Sommerbepflanzung gedeiht prächtig. Die Stauden blühen üppig in allen Farben, es ist ein Augenschmaus.
16. Juni 2011
Hinter Nr. 87 auf dem Lageplan “Inszenierung: Ein Berg im Wandel – 3.000 Jahre befestigter Ort”, verbirgt sich ein besonderer Leckerbissen. Im Restaurant „Kuppelsäle“ befindet sich, ganz hinten durch, eine lange Glasscheibe auf dem Boden. Von hier sind die alten Festungsgemäuer unterhalb des Restaurants zu betrachten.
Damit nicht genug! Dieses alte, spärlich beleuchtete Gemäuer ist zu betreten. Eine beeindruckende Licht- und Tonshow stellt die Geschichte der Festung dar. Bimer lassen Lichtfiguren über die dunklen Mauern huschen, begleitet von Kanonengetöse oder Wasserrauschen. Es war so toll – da gehe ich sicher nochmals hin.
28. April 2011
Jahrzehnte kannte ich nur den Koblenzer Bahnhof vom Umsteigen an die Mosel etc.. Das sollte sich nun endlich ändern. Gibt es einen besseren Grund als die Bundesgartenschau 2011?
Gleich nach dem Eröffnungswochenende fuhr ich mit dem Zug nach Koblenz. Mit einem Schreck ging es los: „nächster Halt Hauptbahnhof“, tönte die Ansage. Ich stieg aus und war verdattert. Alles war fremd!! Anlässlich zur BUGA ist ein zusätzlicher Bahnhof „Stadtmitte“ eingerichtet worden. Die Ansage im Zug war noch nicht auf den neuesten Stand gebracht worden. Oh ha, und nun? Ich trottete den anderen Besuchern hinterher. Nach 600m durch eine breite Einkaufsstraße stand ich vor dem Schloss.
Der Erwerb einer Dauerkarte gestaltete sich langwierig, es muss sich alles erst einspielen. Wir Wartende nahmen es gelassen, hielten ein Schwätzchen, freuten uns über strahlenden Sonnenschein.
Ich wollte nicht unnötig laufen, daher nahm ich den BUGA-Shuttle-Bus 200. Er fuhr nicht, wie angenommen, zur Kastorkirche und Seilbahn sondern auf die Festung Ehrenbreitstein. Auch gut.
So betrat ich das BUGA-Gelände quasi durch die Hintertür. Auf den riesigen, ehemaligen Exerzierflächen wurden Blumenrabatte und Wege angelegt. Im Augenblick dominieren Tulpen aufs Wunderschönste. Mir gefällt die Farbanordnung. Es ist nicht kunterbunt, sondern harmonisch abgestimmt.
Die großen Pflanzenhallen müssen auf mich warten, dass Wetter ist zu schön, um hinein zu gehen.
Eine Aussichtsplattform, über den Hang hinaus gebaut, lässt weite Blicke auf Rhein und Koblenz zu.
An vielen Stellen wurden kostenfreie, geräumige WC-Container, diskret hinter Palisaden, aufgestellt. Noch sind sie sauber.
Überall gibt es Bänke, Stühle, Liegen, sogar Hängematten zum Ausruhen und Verweilen.
Neugierig laufe ich auf den Festungsbereich zu. Riesige Mauern ragen abweisend auf. Welch trutzige Erscheinung! Hier muss Platz für Tausende Soldaten gewesen sein. Spätestens nach der BUGA werde ich an einer Führung teilnehmen.
Ich hatte mir vorab Info-Material über Koblenz und die BUGA zuschicken lassen (sehr gut und ausführlich). Heute stand als Schwerpunkt mein Besuch der Ausstellung „Peter Josef Lenné – eine Gartenreise im Rheinland“ auf meinem Programm. Er wirkte, vor seiner Zeit in Potsdam, im Rheinland (dazu später ausführlich).
Es gibt viele Themenbereiche, die ich so nach und nach erkunden werde – dazu ist eine Dauerkarte ja da. Weitere Besuche werde ich nicht zuletzt nach den Musik-Darbietungen auf den verschiedenen Bühnen ausrichten.
Von Restaurant über Biergarten bis hin zur Imbissbude gibt es für jeden Geldbeutel die zutreffende Einkehrmöglichkeit. Viele Besucher packen aber auch ihre mitgebrachten Sachen aus.
Nun stand mir die aufregende Seilbahnfahrt bevor. Eventuelle Angst wurde vom „Fotografierfieber“ unterdrückt. Ich ergatterte in der großen, hochmodernen Gondel einen Platz ganz vorne an der Scheibe. Die Fahrt hatte nichts mit meinen früheren Erlebnissen in den Bergen zu tun. Kein schwungvolles Auspendeln mehr nach der Stützpfeiler-Überquerung. Auch bei Seilbahnen hat sich die Technik weiter entwickelt. Profis aus Österreich und Schweiz hatten vor knapp 2 Jahren die Anlage erstellt. Der Preis von 8 Euro ist in der BUGA-Karte enthalten (pro Tag eine Hin- und Rückfahrt).
In Abständen werde ich über weitere Einzelheiten dieser BUGA erzählen. Durch die wunderbare Kulisse der geschichtsträchtigen Bauten erlangt die Gartenausstellung einen zusätzlichen Wert.
Karde Danke liebe Roma. Gut, dass es anderen Qypern auffällt, mir war es entgangen . . . "kicher"
2 May 2011
upaheinz Entschuldige liebe Karde , habs diesmal etwas verpasst – Deinen 250 Beitrag . Ich habe zwar nicht alle gelesen, aber dafür die anderen intensiver und mehrfach. Wenn Du so weiter machst, gibts bald einen Wanderkatalog a la Karde !
25 July 2011
Weinort Bacharach - Bacharach
UNESO Weltkulturerbe Mittelrhein, Bacharach
19-06-2011
Auf nach Bacharach am Rhein. Vor allen Dingen die alte Stadtmauer und das Weinhaus „Altes Haus“ lockten uns her.
Die Stadtmauer steht nicht, wie in Oberwesel, allein sondern ist mit der ersten Häuserzeile verbunden. Ein Laubengang mit Haustüren an der Stadtseite und kleinen Balkonen, winzigen Terrassen auf der Rheinseite. Das ist alles sehr idyllisch bis zu dem Moment, wo wieder ein Zug vorbei brettert und das geschieht alle paar Minuten.
Schmale Gassen geben den Blick auf St. Peter und immer wieder auf den Ortskern frei. Am Ende des Laubenganges steigen wir die steile Treppe hinab und erkunden die Altstadt von Bacharach. Die wertvollen Fachwerkhäuser haben es mir besonders angetan. Kunstvoll geschnitzte Türen; Fenster mit Butzenscheiben; Seilwinden mit Steinplastiken geschmückt; nicht kanalisierte Bäche – das sind die Punkte, die mir besonders gut gefallen haben.
Für unsere Einkehr hatte ich das geschichtsträchtige Weinlokal „Altes Haus“ vorgesehen. In keinem Bildband bzw. keinem TV-Bericht über den Mittelrhein fehlt dieses zauberhafte Anwesen. Ich war gespannt auf die Inneneinrichtung . . . und wurde nicht enttäuscht! Etliche kleine Gasträume sind gemütlich eingerichtet. Holzdielen und -vertäfelungen, hohe Kachelöfen, Butzenscheiben, Blumen vor allen Fenstern . . . all das vermittelt mir ein Wohlgefühl.
Wir nahmen Platz in der kleinen Nische, wo sich die Stars aus vergangenen Tagen verewigt haben. Fotos von Robert Stolz bis Werner Fütterer (Schwarm meiner Großmutter), natürlich alle signiert. Wir hatten erst einmal keine Zeit für die Speisekarte.
Wie schon Qyper Wanoeth schrieb, ist das Essen sehr gut. Wir hatten mit unseren zarten Schnitzeln in Rosmarin-Emmentaler-Panade (knapp 11 Euro) gut gewählt. Der hiesige 0,2 l Riesling ist mit 6 Euro teuer, hat mir aber auch sehr gut geschmeckt.
Während wir aßen, wurde draußen ein Scheinwerfer aufgebaut, ein Kameramann kam dazu. In Bacharach sicher nichts Welt bewegendes . . . dann tauchte am zweiten Fenster ein bekanntes Gesicht auf. Meine Mutter antwortete auf meine Frage: Maxi Arland (sie kennt alle Promis mit Namen, egal ob Sport, Kino, Königs). Später kam noch Heino und seine Frau Hannelore dazu.
Sich ständig wiederholende Proben zu dem nächsten Musikanten-Dampfer ließen einen Einblick in das sicher nicht leichte Arbeitsleben der Show-Leute zu. Ich habe die Stars bewundert, mit welcher Gleichmut sie immer wieder aus der Tür traten und immer wieder lächelnd denselben Satz sprachen. Nee, nix für mich.
Wir waren dann mal weg . . . und besuchten die Kirche St. Peter. Der romanische Bau mit den bunt bemalten Bögen und Säulen gefiel uns sehr gut. Die weiße filigrane Orgel ist ein wirkliches Schmuckstück. Wir hatten Glück, auf ihr wurde gerade gespielt.
Als wir anschließend nochmals an den ARD-Leuten vorbei gingen, hieß es dort: Aufnahme! An den Tischen bitte lächeln und Backstage (wir) bitte Ruhe. Die Aufnahme begann (wir hörten den Bauchredner-Witz zum gefühlten 100. Mal) da nieste einer aus der Crew ganz laut. Die Assistentin hat ihn fast erschlagen. Meine Ma meinte später, das alles hätte ich so für sie geplant. Ja ne, is klar!!
Das nächste Highlight stand noch aus: wir fuhren von Bacharach bis Koblenz mit dem Schiff. Drei Stunden schöne Landschaft, kleine Ortschaften und natürlich das Gründerodehaus ansehen, ein Cappuccino und ein Eis genießen . . bei angenehm bewölktem Himmel und somit nicht zu warm. Das war Urlaub pur.
Wen es interessiert: Die Köln-Düsseldorfer berechnet von Senioren montags und freitags nur den halben Preis. Ob man pro Person 30 oder 15 Euro bezahlt, ist schon eine Überlegung wert.
leffi4 auch Bacharach hast du uns wieder ausgesprochen heimatverbunden rüber gereicht, liebe Karde, ich schätze das sehr +++ ich weiß nicht gerade viel über die helden unserer volksmusik, aber wo sonst sollten sie sich denn besser präsentieren, als in einem solchen heimatmuseum, das über alle landesgrenzen hinweg als paradebeispiel unserer deutschen heimat gilt, geliebt und bereist wird?
21 June 2011
GÜNDERODEHAUS - Oberwesel
Siebenjungfrauenblick, Oberwesel
13-06-2011
Ein Besuch des Günderodehauses in Oberwesel/Mittelrhein stand schon lange auf meiner Wunschliste. Ohne Auto von Köln aus, ging der Fahrt eine größere Planung voraus. Einen Fehler machte ich dann doch: ich bestellte die Taxe nicht am Vortag (vom Bahnhof zum Lokal hinauf). Erst die netten Damen im Touristikbüro fanden für uns eine Taxe, die im Augenblick keine Kinder von der Schule nach Hause auf die Dörfer fahren musste.
Das Gründerodehaus öffnet um 12 h. An einem Wochentag zur Mittagszeit hatten wir die freie Platzwahl. Das alte Fachwerkhaus ist mit unendlich vielen interessanten Gegenständen bestückt. Aus den Fenstern der kleinen Räume im ersten Stock gibt es eine ganz romantische Aussicht auf den Rhein. Hier im Winter zu sitzen, stell ich mir sehr romantisch vor.
Meine Ma und ich nahmen bei angenehmem Wetter auf der kleinen Terrasse am Haus Platz. Das Angebot „Schabbacher Klöße“ weckte unsere Neugier. Wie ich später zu Hause las, hieß der Ort in der TV-Serie „Heimat“ Schabbach. Aha. Die Klöße waren mit Gehacktem gefüllt, dazu gab es Rotkohl mit Preiselbeeren und Apfelmus. Beim Preis von 12 Euro war die Aussicht mit einbezogen. Ja, diese Aussicht! Sie ist so berückend schön, wir wollten hier gar nicht wieder fort.
Auf verschiedenen Ebenen gibt es kleine und kleinste Außenterrassen – wunderschön. Am äußersten Punkt am Hang nahmen wir Platz zu einem Cappuccino. Die Bedienung servierte uns die Bestellung, da das Lokal nicht voll war und sie die Zeit dazu hat. Am Wochenende gibt der Gast seine Getränke-Bestellung am umgebauten Ziegenstall auf und nimmt diese mit zu seinem Tisch (Essen wird gebracht).
Ich drehte unsere Stühle, vom Tisch weg, zum Hang hin. Dauernd schwärmten wir von dem wunderbaren Urlaubsgefühl. Ein kurzer Regenschauer ließ uns nochmals umziehen. Nun probierten wir den kleinen Pavillon aus. Überall liegen Kissen, so dass uns hartes und in die Jahre gekommenes Holz nicht gestört hat.
Wir wollten gerade zu Fuß den Berg hinunter gehen, da kam der zweite Schauer. So haben wir die Regen dichten Plätze an der alten Kastanie auch noch ausprobiert. Ich kann gar nicht sagen, wo es mir besser gefiel . . .
Meine Mutter und ich genossen den Abstieg – außer einmal, da kamen wir auf einen nassen Felsenweg, jetzt war äußerste Vorsicht und Festhalten angesagt. Meine Ma ließ es sich nicht nehmen, auch noch auf der Stadtmauer entlang zu gehen (treppauf, treppab auf unebenem Schiefergrund).
Ich konnte mit diesem Ausflug (Geburtstagsgeschenk an meine 85-jährige Mutter) sehr zufrieden sein. Nächste Woche fahren wir mit einem Dampfer an Oberwesel vorbei. Wir werden hinauf schauen und uns gerne an den Besuch im Gründerodehaus erinnern.
Karde Danke Ihr Lieben, bin weiterhin auf der Suche nach hübschen Fleckchen . . . mal sehen, was der Freitag so bringt "griemel"
15 June 2011
Roter_Milan Toller Bericht. Die Aussicht ist ein Traum dort.
Oberwesel selbst ist immer eine Reise wert.
… jetzt müsst ihr hier noch mal Essen gehen.
2 August 2011
von Langel nach Worrigen - Worringen
durchs Landschaftsschutzgebiet, entlang des Rheins, Köln
20-12-2008
(updated on 15-05-2011)
15. Mai 2011
Es ist vollbracht! Seit dieser Woche ist das neue Restaurant an der Fähre eröffnet. Gestern waren wir dort.
Die Currysahne-Nudeln mit Putenfleisch haben mir gut geschmeckt. Da das Haus unter italienischer Führung ist, gibt es leider keinen deutschen Wein. Schade.
Der Kuchen in der Theke sah lecker aus, Cappuccino ist nicht schlecht.
Das mit großen Aussichtsfenstern versehene Restaurant und die weitläufige Terrasse laden nach einem Spaziergang zum Verweilen ein.
Das Personal ist ausgesprochen freundlich . . .richtig herzlich.
April 2010
Mal eben an den ländlichen Rhein fahren. Das ist für einen Stadtmenschen, wie mich, besonders verlockend. Die Sonne schien verhalten, allerdings fegte ein kalter Wind übers Land. Egal, ich war warm angezogen.
Die Natur lässt sich vom Wetter nicht beirren, weder die Frühblüher noch die Vögel haben Zeit zu verschenken.
Viel gibt es für mich im "Land zwischen Deich und Fluss" zu sehen.
An dem neuen Restaurant "Fährhaus" wird emsig gebaut. Die Wandöffnungen versprechen große Panorama-Fenster und eine große Terrasse ist auch in Arbeit. Wir können uns auf die Eröffnung freuen
Dez 2008
Plötzlich klarte gestern Vormittag der Himmel auf. Eilig verließ ich die Wohnung, um den seltenen Sonnenschein zu nutzen. Mein Ziel war der nördliche Bereich Kölns. Hinter dem ländlichen Straßendorf Langel liegt ein schmales, ca. 3 km langes Landschaftsschutzgebiet. Die Haltestellen in Langel heißen „Molenweg, Fähre usw.“, die unmittelbare Nähe des Rheins ist spürbar.
Genau an der Autofähre von Langel nach Hitdorf ist die Busendhaltestelle 120. Bis hinauf nach Worringen breitet sich zwischen Rhein und Deich das Landschaftsschutzgebiet aus. Auf beiden Rheinseiten ist naturbelassenes Gebiet, kein Beton trennt Wasser und Land.
In kurzen Abständen verlaufen Buhnen in den Rhein. Auf einer stehen Kormorane mit ausgebreiteten Flügeln, sie lassen ihr Gefieder trocknen. Eine andere ist von Möwen bevölkert, ihr Geschrei ist schon von weitem zu hören. Die Vögel gesellen sich stets zu ihresgleichen . . .
Aus Gewohnheit suche ich jede Buhne mit dem Fernglas ab . . . und tatsächlich, vage erkenne ich Bewegung . . . kaum sind die regungslosen Vögel zwischen den grauen Wackersteinen auszumachen. Ein Graureiher lässt sich genau zwischen ihnen nieder. Ein empörtes Flügelschlagen und kurzes Auffliegen bringt Gewissheit – ein ganzer Trupp Kiebitze.
Der Uferbereich und die in Deichnähe liegenden Wiesen werden durch kleine Wäldchen von einander getennt. Wie an vielen Flussufern, wurden auch hier Schwarzpappeln angepflanzt. Sie sind seit langem die Brut- und Schlafstätte vieler Rabenkrähen Diese Vögel suchen überall nach Futter. Ob Parks, stadtnahe Felder, Wiesen oder Ufer – sie betrachten alles als ihr Gebiet. Die Möwen scheinen keine Futterkonkurrenz zu sein, beide Arten halten sich friedlich am Ufer auf. Anders ergeht es den Mäusebussarden. Rabenkrähen schneiden mit gewagten Kapriolen die Fluglinie des Greifvogels oder vollziehen Scheinangriffe. Der Mäusebussard ist irgendwann so genervt, dass er abdreht.
Ich schaue über die Stoppeln der Maisfelder . . . erstmalig wurden in diesem Jahr viel Wiesen und Brachen umgepflügt und mit Mais bepflanzt. Das Landschaftsschutzgebiet verödet zur Monokultur . . . ich war geschockt.
Mein Blick geht ohne Absicht nach oben. Auf dem untersten Ast der hohen Schwarzpappel sitzt ein Turmfalke in der Sonne. Ich schaue ihm direkt in die Augen – er beobachtet mich wohl schon länger. Dieser Mensch da unten macht ihm überhaupt keine Angst. Ungerührt putzt er sich weiter, spreizt die Schwanzfedern, streckt abwechselnd die Beine vom Körper. Ich sehe ihm gerne zu, wenn er selbst bei heftigem Wind flatternd in der Luft steht und nach Beute Ausschau hält.
In einem kleinen ehemals eingezäunten Naturschutzgebiet treibt der Hartriegel seine jungen, roten Zweige aus. Ich las, das Rot bedeutet „enthält Frostschutzmittel“ – gigantisch!
Spätestens der Winter lehrt mich Bescheidenheit. Ich freue mich über eine seltene Spitzklette und über das letzte noch blühende Greiskraut.
Wie meine Wanderschuhe nach einem Gang durch aufgeweichten Boden aussehen, davon könnt Ihr Euch selbst ein Bild machen!
cordymt Wenn man bedenkt, dass ich bereits vor ca. 50 Jahren mit den Eltern zur Fähre nach Langel gefahren bin, dort am Rhein spazieren und dann im Fährrestaurant essen war, habe ich das Gefühl, außer mir ist da nichts älter geworden. Bloss Currysahne-Nudeln gab´s damals nicht, das hieß da noch Bockwurst und der Capucchino war auch ein stinknormaler Kakao :-)
2 October 2011
Karde Ja, Cordymt, dieses Gefühl kenne ich von anderen Orten . . . bei mir ist es Caputh bei Potsdam . . .
3 October 2011
Basilika St. Kastor - Coblenz
Kastorhof 8, Gärten der Basilika sind in 2011 BUGA-Bereich, Koblenz
15-05-2011
Der Außenbereich der Basilika St. Kastor ist in die Bundesgartenschau 2011 mit einbezogen worden.
Der östlich gelegene Paradiesgarten bietet mit seinen hohen Bäumen eine ruhige, schattige Oase. In der Gartenmitte ist, außer den Blumen, ein Meditationsbereich entstanden.
Die weißen Tulpen wurden inzwischen durch violette Akelei ersetzt. An mehreren Stellen verströmen weiße Rosen ihren dezenten Duft.
Der Blütengarten zwischen Basilika und Deutschordenhaus ist farbenfroh gestaltet. Wasserspiele vermitteln einen erfrischenden Eindruck an den bisherigen heißen Tagen.
Vor dem Südportal befand sich vor der BUGA ein Parkplatz. Dieser Platz wurde mit Blumen bepflanzt und mit einem BUGA-Kassenhäuschen versehen.
Die Basilika ist durch das Südportal für jeden Interessierten zugänglich. Verlässt man die Kirche allerdings zum Ostausgang in den Paradiesgarten, möchten die Kontrolleure die BUGA-Eintrittskarte sehen.
Ich las im Koblenzer Stadtplan: der Kirchenbau ist 1992 durch Papst Johannes Paul II. in den Rang einer Basilika erhoben worden. Ich denke, eine Basilika wird gebaut (die beiden äußeren Schiffe müssen niedriger sein als das Mittelschiff)??
Bei Google bekam ich die Erklärung: die Basilika St. Kastor ist in den Rang einer Basilika Minor erhoben worden. Diese Ehrung kann nur durch einen Papst vergeben werden. Was ein kleines vergessenes Wort ausmachen kann.
Für Interessierte: Von den Parkplätzen „Messe Wallersheim“ fahren BUGA-Shuttle-Busse bis zur Basilika St. Kastor.
Karde Was ist passiert? Wo ist ein vertauschter Buchstabe?
Ich hatte nicht nur . . . ich HABE eine Dauerkarte!! Fahre mindestens einmal in der Woche nach Koblenz, lerne langsam auch die Umgebung der BUGA kennen.
Ich bin sicher, auch im nächsten Jahr zieht es mich ab und zu nach Koblenz.
23 May 2011
Limoncina Karde, ich bezog mich auf die Anspielung von Heinz_Maron_2 auf die Atomkraftwerke und die Castor-Transporte (mit "C", während dein Kastor mit "K" beginnt).
Ich glaube auch, dass sich Koblenz-Besuche lohne, mit oder ohne BUGA! Leider kenne ich die Stadt bislang nur vom Durchfahren mit dem Zug.
23 May 2011
Museum Schloß Stolzenfels - Koblenz
Rhenser Str. 33, 56075 Koblenz
11-05-2011
Stolzenfels, ein Schloss am Rhein, ist in neuem Glanz erstrahlt. Zwei Jahre wurde an der Außenfassade, Park und Wald restauriert und wieder hergestellt. Nun ist es vollbracht.
Die schlauen Koblenzer schenkten 1823 die damalige Burgruine dem späteren Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV. Er ließ ein mittelalterliches Schloss nach seinen romantischen Vorstellungen vom Berliner Architekten Carl Friedrich Schinkel entwerfen. Die vielen kleinen Parkanlagen am steilen Hang und die Waldgestaltung oblag dem Garten-Architekten Peter Joseph Lenné.
Ich hatte das Schloss lange genug in Verhüllung sehen müssen, nun gab es für mich kein Halten mehr, dort wollte ich hin.
Vom Ort Stolzenfels geht eine schmale Straße in Serpentinen den bewaldeten Hang hinauf. Sie schlängelt sich unter einem imposanten Viadukt hindurch.
Nach kurzer Zeit wird aus der Straße ein schattiger Waldweg, an dessen Seite der Gründgesbach zu Tal plätschert. Alle Wege sind unaufdringlich in Stand gesetzt worden. Bis in den Wald hinein haben Gärtner die Lennésche Idee aufleben lassen: alles soll natürlich aussehen, nichts dem Zufall überlassen bleiben.
An der hintersten Stelle im Wald befindet sich eine Vorburg, die „Klause“. Zu Königszeiten waren hier Personal und Pferde untergebracht. Im ehemaligen Pferdestall ist ein kleines einfaches Café eingerichtet worden. In den Pferdeboxen stehen Tische und Stühle.
Der Serpentinenweg endet vor dem Schloss. Wie es sich gehört, vor einer Zugbrücke, die über einen Graben führt.
Im äußeren Burghof befinden sich die Kasse, Bänke mit schöner Aussicht und der Eingang zum inneren Burghof. Dieser wird von drei Seiten mit Gebäuden eingerahmt und öffnet sich zur Rheinseite. Einige Stufen tiefer liegt der Pergolagarten. Die Pflanzen um den Brunnen sehen aus wie ein Gemälde.
Das Schlossinnere braucht wohl weitere zehn Jahre, um fertig restauriert zu werden. Einige Räume sind zu besichtigen. Der König ließ z. B. einige Wände mit den Tugenden des Mittelalters ausmalen. Ein Rest von Tapete deutet auf dunkelrot/gold hin. Schwere Möbel in Neugotischem Stil lassen die Räume zugepfercht wirken. Vielleicht werden die Möbel später auf die anderen Räume verteilt.
Das Fotografieren im Schloss ist verboten!! Ich vermute, der Besucher soll Ansichtskarten kaufen. Wer braucht solche im digitalen Zeitalter noch? Wenn schon Kaufzwang, dann bitte bebilderte Sticks. Wegen dieses Verbotes gibt es einen Punktabzug.
Die vielen kleinen Gartenecken an den Schlossseiten und Hanghöhen haben es mir angetan. Ich hätte am liebsten jedem Gärtner die Hand geschüttelt.
Um die Lennéschen Waldwege und –pfade wieder anzulegen, mussten die Hänge von Buschwerk befreit werden. Sicher eine gigantische Arbeit. Nun läuft es sich auf guten Wegen sehr angenehm.
Etwas oberhalb des Schlosses liegt der Pferde-Turnierplatz. Man stelle sich das vor: steiler Hang und schmale Pfade . . . aber einen Turnierplatz. Das arme Personal, das die Pferde von der Klause nach oben führen musste.
Für Interessierte: Der Weg zum Schloss ist nicht beschwerlich, ca. 90m und durch sachte Serpentinen sehr angenehm zu gehen.
Eintritt: 4 Euro
Karde Leffi, es ist durch Profis zu neuer Schönheit gebracht worden. Wie Anno dazumal . . .
14 May 2011
Seilbahn zur Bundesgartenschau - Coblenz
56068 Koblenz
02-05-2011
Wochen vor Beginn der BUGA hatte ich schon Grummeln im Bauch vor der Seilbahnfahrt. Ich erinnere mich an die Gondeln aus meiner Berg-Wanderzeit.
Die hoch moderne Bahn in Koblenz, von Profis errichtet, ist mit den alten Bergbahnen nicht mehr zu vergleichen. Kein unnötiges Ruckeln und Schaukeln versetzt den Passagier in Angst. Elegant schwebend bewegt sich die Gondel über den Rhein.
Große Panoramafenster lassen uns die Aussicht genießen. Befindet man sich an der Sonnen abgewandten Seite, gelingen sogar die Fotos. Der Wunsch, interessante Fotos zu machen, hat mich meine Angst vergessen lassen. Inzwischen bin ich an die Fahrten gewöhnt, es macht mir viel Freude.
Kabine Nr. 17 hat sogar ein gläsernes Fenster nach unten!
Der Preis von 8 Euro wird bei einer BUGA-Eintrittskarte nicht erhoben. Allerdings nur für eine Tal- und eine Bergfahrt. Vergnügungssüchtige bezahlen bei der 2. Fahrt den vollen Preis.
Ausstellung Peter Joseph Lenné - Coblenz
auf der BUGA 2011, Ehrenbreitstein, Trakt "Hohe Ostfront", Koblenz
02-05-2011
In dem Trakt "Hohe Ostfront" der Festung Ehrenbreitstein ist u. a. die Ausstellung Peter Joseph Lenné – Eine Gartenreise im Rheinland untergebracht.
Der große Landschaftsgarten-Architekt Lenné stammt aus einer rheinischen Gärtner-Dynastie, wobei er sicherlich das berühmteste Familienmitglied war.
Die Ausstellung erweckt die Bilder durch 3D-Animation fast zum Leben.
Besonders eingehend wird dem Betrachter Schloss Stolzenfels dargestellt.
Als Ruine wurde Stolzenfels dem romantisierenden Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV. zum Geschenk gemacht. Er ließ das Gebäude nach seinen Vorstellungen durch den preußischen Architekten Karl Friedrich Schinkel errichten. Die Umgebung des Schlosses (z.B. Turnierplatz) gestaltete Lenné.
Darüber hinaus gibt es in diesem Trakt eine Floristen-Ausstellung. Frische Blumen werden aufs Kunstvollste drapiert. Ganz klar, dass die Ausstellung ihr Gesicht durch frische Blumen ständig verändert.
Sehr sehenswert!
Karde Ja, in Potsdam und Umgebung konnte sich sein Talent voll entfalten. Er hatte in den Preussenkönigen und-gemahlinnen auch große Förderer gefunden
8 May 2011
Kurfürstliches Schloss - Coblenz
Neustadt 24, 56068 Koblenz
28-04-2011
Das Kurfürstliche Schloss in Koblenz verleiht der Bundesgartenschau 2011 einen besonderen Glanz.
Kurz zur Geschichte: Auf dem Wiener Kongress 1814-15 bekam Preußen das Rheinland zugesprochen. Der Kronprinz (Bruder des kinderlosen preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV.) und spätere deutsche Kaiser Wilhelm I. residierte von 1850 – 1858 als Militärgouverneur im Schloss. Seine Gemahlin Augusta hielt sich gerne in Koblenz auf. Es scheint eine gegenseitige Sympathie zwischen ihr und der Bevölkerung bestanden zu haben.
Kronprinzessin Augusta ließ die Rheinpromenade von den bedeutenden Gartenbaukünstlern Peter Joseph Lenné und Fürst von Pückler-Muskau planen. Sie bedachte Koblenz in ihrem Testament mit einer erheblichen Summe zur Erhaltung der „Kaiserin-Augusta-Anlagen“.
Die Anlagen und das Schloss wurden im II. Weltkrieg zerstört. Ab 1950 begann der Wiederaufbau. Heute wird der Komplex durch Bundesbehörden genutzt.
Weiter mit der BUGA 2011: im Schloss ist jetzt zumindest das Parterre für die Besucher zugänglich. Im schmalen Seitenflügel ist ein Café untergebracht. Die herrliche Freitreppe darf nicht betreten werden. Vorsicht: möchte man an diesem Ort das WC aufsuchen, muss man über die Dienstbotentreppe einige Stockwerke nach oben steigen. Sehr anstrengend.
Die stadtseitige Gartenfläche wird halbrund von Gebäuden und Bäumen eingefasst. Eine kleine Bühne bietet verschiedene Unterhaltung an (es gibt eine Programm-Zeitschrift mit detaillierten Angaben zu jedem Tag und jeder Bühne).
Ich las, dass der ganze Bereich bisher ein großer Parkplatz war. Dank BUGA ist er wieder zu ursprünglicher Schönheit zurückgekehrt. Der Parkplatz wurde unter die Erde verlegt. Alle Achtung!
Auf der Schloss-Terrasse bekam ich einen vernünftigen Capuccino – keine Plörre!
Durch den hübschen Raum im Schloss-Parterre gelangt der Besucher in den rheinseitigen Gartenteil. An jeder Treppenseite ist eine Rampe für Rollstühle angebracht. Gut.
Das Garten-Parterre mit Blumen und Wasserbecken ist sehr schön angelegt. Seitlich gibt es einen kleinen englischen Landschaftspark. Hohe Bäume spenden Schatten. Junge Leute machen es sich auf der Wiese bequem, ich nehme lieber auf einer Bank Platz. Von der Wiese käme ich so schlecht wieder hoch „griemel“.
Der Ausgang zur Rheinpromenade ist gleichzeitig Einlassbereich der BUGA. Die Promenade bis zur Basilika St. Kastor ist frei zugänglich.
Stadtseitig befindet sich die Haltestelle des Shuttle-Busses 100. Er fährt zum Huaptbahnhof.
Rheinpromenade - Coblenz
vom Schloss zum Deutschen Eck, anläßlich der BUGA 2011, Koblenz
28-04-2011
Für die Bundesgartenschau 2011 wurden Schlosspark, Rheinpromenade mit Altem Regierungsgebäude, den Gärten der Basilika St. Kastor und des Deutschordenhauses aufs Schönste hergerichtet.
Die Rheinpromenade vor dem ehemaligen Regierungsgebäude wurde mit üppigen Tulpen-Beeten versehen. Die gesamte Promenade neu gepflastert und mit Bänken ausgestattet. Viele Schiffs-Unternehmen bieten 1-stündige Rundfahrten an.
Das Konzept, welche Fläche zur BUGA gehört und welche von allen Besuchern genutzt werden kann, ist nicht sofort ersichtlich. Die BUGA-Eintrittskarte sollte man nicht zu weit wegstecken, sie wird immer wieder benötigt.
So kann die Basilika St. Kastor von der Westseite ohne BUGA-Karte betreten werden, der südliche Ausgang führt dann aber ins BUGA-Gelände.
Dieser kleine Kastorhof ist mein Lieblingsplatz. Von Kirche und hohen Bäumen eingerahmt, umgibt mich eine heimelige Atmosphäre. Gerne sitze ich hier auf einer Bank.
Auf der Wiese steht eine rechteckige Mauer. Hier kann man kurzen, christlichen Lesungen zuhören. Die Texte sind gut ausgesucht, nicht zu heilig.
In Sichtweite befindet sich die Talstation der Gondelseilbahn. Jetzt, unter der Woche, stehe ich kaum 2 Minuten an. An Wochenenden wird es wohl voller sein.
Auf der anderen Kirchenseite stellen Blumenflächen die Verbindung zum Deutschordenhaus her. Im Deutschordenhaus sind ein Museum und ein Restaurant untergebracht. Eigentlich gibt es an allen Ecken und Ebenen Restaurant-Terrassen. Wirklich gut gemacht.
Vor dem Deutschordenhaus auf einer beschatteten Rhein-Wiese (bei 27° sehr angenehm) findet ein Ferienprogramm für Kinder statt.
In wenigen Schritten stehe ich am Deutschen Eck. Das Denkmal des Deutschen Kaisers Wilhelm I. fällt mir ein bisschen zu gewaltig aus. Mit diesen Monumentalbauten habe ich es nicht so. Nach der ganzen üppigen Blumenpracht empfinde ich diese Ecke als karge Steinwüste. Der Blick über den Rhein und die Mosel gleichen das schnell wieder aus.
Am Deutschen Eck ist eine weitere Bühne aufgebaut. Von hier wurde die Eröffnungsfeier übertragen.
03-02-2012
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