Polemos's Qype reviews
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Poststr. 17, 16816 Neuruppin
Polemos
wrote on 28 August 2009
Selten habe ich so schlecht gegessen für so viel Geld. Das Essen ist lieblos, schlecht gewürzt (entweder gar nicht gewürzt oder gnadenlos überwürzt), von minderer Qualität und so einfallslos, dass jede Pommesbude zu einem kreativen Imperium dagegen wird.
Wir hatten: Salat, Schnitzel und Fisch. Der Salat war ein Trauerspiel, das meiste aus der Dose, das, was vielleicht mal frisch war, hatte vor lauter Verzweiflung sein Leben ausgehaucht und war so tot wie das Restaurant selbst. Warum in so vielen suizidalen Salaten Mais ist, werde ich nie verstehen - hier war er der Hauptbestandteil. Darüber eine verpfuschte Eimersauce. Ja, das geht sogar, wenn man das geschmacksverstärkte Fertigzeug aufpeppen möchte und dabei völlig danebengreift. Der “große Salatteller mit Putenstreifen” zu 8 EUR war ein Witz, der Wert lag bei unter 5 EUR. Die sog. Putenstreifen bestanden aus aufgewärmten Pressfleisch aus einem größeren Supermarkt.
Das Schnitzel war von üppiger Panade umgeben, was vielleicht ganz gut war, da sie das Fleisch selbst unkenntlich machte. Die Bratkartoffeln dazu waren überraschenderweise frisch gemacht, die drei Liter gesättigter Fettsäuren daran mögen zur “bürgerlichen Küche” gehören. Über die Salatgarnitur schweige ich, nur so viel sei gesagt: Welkes Zeug lieblos auf den Teller geschmissen ist keine Garnitur.
Der Fisch … ah ja, der schwamm bestimmt mal irgendwo rum, aber sicher nicht im Neuruppiner See, es sei denn, dort sei er schockgefroren gewesen. Aber die Friteuse hat’s gerichtet. Die Kombination aus nicht ganz frischem Fett und Tiefkühlzeug ist eine Erfahrung.Fast schon amüsant war die ambivalente Haltung der Bedienung, Entweder der Herr war stumm und genervt oder spontan so aufdringlich, als hätte er einen Schalter umgelegt. Selten wurde ich, als ich von den Toiletten kam, gefragt, ob ich Eis mit heißen Kirschen wolle. Nach diesem Satz war dann auch wieder eisernes Schweigen angesagt. Semantisch auch interessant war die Frage: “Bier?!”.
Gewollt, aber nicht gekonnt, trifft es hier nicht. Es ist schlimmer: Mangelndes Talent trifft fehlende Serviceidee und zusammen mit negativer Kreativität feiern sie Urständ. Spaßfaktor: mittel. Genussfaktor: -10. Gesamt: Weit unter 0. -
Seeufer 11, 16816 Neuruppin
Hotel Altes Kasino Hotel Am See
Polemos
wrote on 28 August 2009
Das Alte Kasino ist wunderbar gelegen, direkt am Neuruppiner See. Wenn man Glück hat, schaut man morgens beim Aufstehen direkt darauf - dafür den ersten Stern.
Den zweiten für die Inhaberin und das Personal, das durch die Bank nett, zuvorkommend und freundlich ist und, was ich bei Häusern dieser Klasse bisher noch nicht erlebt habe, den Servicegedanken konsequent umsetzt. Das fängt bei Kleinigkeiten an, wie Aufmerksamkeit beim Frühstücksbüfett oder richtigem Servieren, und geht weiter zu den größeren Dingen, wie Berücksichtigung von besonderen Wünschen.
Stern Nummer 3 für das Preis-Leistungsverhältnis. Die 60 EUR fürs DZ als EZ mit Frühstück sind gut angelegt. Zwar ist das Haus selbst nicht das neueste, doch die Ausstattung ist liebevoll und individuell; das Frühstück ist reichhaltig und auch nach dem ersten Ansturm (wieder) gut bestückt.
Stern Nummer 4 für die Küche, die aus kleinen lokalen Spezialitäten Großes macht, ohne in Großmannssucht zu verfallen. Der Fisch ist frisch und ehrlich zubereitet, kein Schnickschnack, kein Gedöns, nur das, was man will: Fisch. Die Beilagen fallen dagegen etwas ab, ich hatte eine Ahnung von Convenience, für deren Erhärtung es eines zweiten Essen bedurft hätte.Ein empfehlenswertes Restaurant mir guter Küche, die ausbaufähig ist.
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Seeufer, 16816 Neuruppin
Polemos
wrote on 27 September 2008
Im Grunde würde ein Satz reichen, ein Satz mit vielen Adjektiven: Die (See-) Uferpromenade von Neuruppin ist herrlich, wunderbar, entspannend, ruhig, hübsch, erholsam und sehens- oder begehenswert.
Doch ein bißchen detaillierter soll es nun sein. Nachdem ich im Frühjahr schon von Schwerin und seinem See angetan war, hat mich dieser Ort hier nun endgültig von der Schönheit der Brandenburg (ich weiß, Schwerin ist nicht in Brandenburg) überzeugt.
Ein hübscher, nicht ganz so langer Weg, der sich vom “Gesundbrunnen” aus am Ufer der Neuruppiner Sees entschlängelt, vorbei an Cafés, Restaurant und Biergärten. Die ganze Atmosphäre ist an einem strahlender Frühherbsttag eine Wohltat für die Großstadt-Seele. Allein die Ruhe und der Ausblick auf den See machen eine Arbeitswoche wett.
Ich komme garantiert wieder und bleibe dann ein paar Tage hier, von Berlin aus ist man in weniger als eine Stunde dort und in einer völlig anderen Welt … -
Seeufer 1, Seepromenade, 16816 Neuruppin
Polemos
wrote on 27 September 2008
An der Neuruppiner Seepromenade ist die Auswahl an Cafés, Kneipen und Bars nicht gerade klein; uns verschlug uns zufällig in den Bi(e)rnbaum. Die Schreibweise ist für die Suche zwar tödlich, doch der guten Ordnung halber sei sie beibehalten.
Über den Laden gibt es im Grunde wenig zu sagen, er sticht weder besonders hervor noch hat er besondere Schwächen. Der Kuchen ist selbstgebacken und sehr lecker, am Kaffee gibt es nicht zu bemängeln, die Lage am See ist traumhaft.
Das alles hätte 4 Punkte gerechtfertigt, wenn da nicht die Toiletten wären, die leider zwischen unsauber und stinkig liegen - hier wäre gründlicheres Putzen und eine Generalsanierung angesagt.Die Bedienung war ein wenig desorientiert und musste selber nachlesen, was es denn gibt bzw. zu empfehlen sei, doch das wollen wir nicht zu streng bewerten, die meisten Lokale arbeiten mit Aushilfen, dieser junge Mann gehörte dazu. Ich bin bereit ihn eher als schüchtern denn serviceunwillig zu bezeichnen, was sich jedoch bei dem (Aushilfs-) Job nicht ganz so gut macht. Wer die Vorzüge getrennter Bezahlung nicht sieht, muss noch ein bißchen lernen …
Zum Schluss zu den Preisen: Kaffee & Kuchen für 3,60 EUR, der Milchkaffee für 2 EUR oder das Glas Wein für 3 EUR - das ist fair und günstig bei der Qualität.

