Polemos's Qype reviews
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Schillerstr. 2, 58511 Lüdenscheid
Polemos
wrote on 13 March 2010
Es gibt sie noch, die klassischen Einzelhändler mit Format. Strodel & Jäger - liebevoll bisweilen Strodel & Jodel genannt aufgrund der ganz klasssischen Mode für den Herrn ab 50 - kenne ich seit 15 Jahren. Und nun brauchte ich nach Jahren mal wieder einen Anzug.
Im Karstadt oder bei P & C ist der Kauf eines Anzugs für mich Not und Elend. Gefühlte Stunden im Laden, Verkäufer, die, sofern sie nicht nur die Ständer bewachen, einem alles mögliche anschleppen, was nicht passt oder nicht gefällt. Also habe ich Gelegenheit genutzt und bin nach langer Zeit in diesen Laden.
In der Kurzversion: 15 min. für 400 €. Das klingt erst mal wenig positiv, ist aber genau das Gegenteil. Reingekommen, Anliegen vorgetragen, in die 1. Etage. Der Verkäufer greift nach einem Sakko, nach einer Hose, zweimal korrigiert - fertig. Was ganz wunderbar hier ist: Das Personal hat Ahnung, weiß, was es verkauft, und erkennt auf den ersten Blick, was passen kann. Keine Frage nach der Größe, sondern ein Griff zur richtigen.
Ein Satz zu den Preisen. Die sind natürlich nicht niedrig, denn wir befinden uns bei einem Herrenausstatter. Doch auch bei Großwarenhäusern wie den o. g. ist ein Anzug nicht günstiger zu bekommen (außer vielleicht bei den Zweibuchstabenläden, aber das ist weder Vergleich noch Maßstab).
Selten bin ich so gut bedient werden, selten war der Kauf eines mir nicht gerade lieben Kleidungsstücks so einfach und zufriedenstellend.
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Othlinghauser Str. 25, 58509 Lüdenscheid
Polemos
wrote on 8 March 2010
Schlimmes hatte ich erwartet: eine Gaststätte, die deutsche Kost verspricht, und die auch noch als "Bauerngaststätte" bekannt ist. Das klingt nach Bratkartoffeln mit ganz viel Fett, einfachen Speisen, die schnell übern Tresen geschoben werden und der Atmosphäre eines Bauernhofs (nichts gegen Bauern!).
Was war ich überrascht! Was bin ich begeistert! Der Inhaber und Koch Klaus Kuhn hat nicht nur einen Laden, der sympathisch rüber kommt, sondern er versteht auch sein Handwerk. Die Rindfleischsuppe: frisch zubereitet, sehr schmackhaft, kein Convenience. Die zwei Sorten Fleisch mit Sauce: vorzüglich gegart, nicht trocken, kein billiges Fleisch. Die Beilagen - Nudeln und Kartoffeln - bissfest. Das Gemüse frisch und dezent abgewürzt (die Bohnen für mich mit zu viel Bohnenkraut, doch andere fanden gerade das gut). Das Dessert schön angerichtet und lecker.
Nein, wir haben hier keinen In-Laden, sondern eine ehrliche Wirtschaft, wo es schmeckt und preis-wert ist. Das rechtfertigt fünf Sterne! Das Pils für 1,60, das Wasser für 1,70, das Dreigangessen für 18,50. Noch Fragen?! Einen ganz kleinen Abzug in der B-Note für den Cappuccino: Der muss nun wirklich nicht aus der Tüte sein, ein Automat ist nicht mehr so teuer. Hier können Sie noch was tun, lieber Herr Kuhn. Ansonsten: weiter so!
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Lüdenscheid
Polemos
wrote on 31 December 2009
Und wieder die Weihnachtstage in Lüdenscheid. Traditions must go on, auch wenn sie manchmal weh tun.
Dass ich Weihnachtsmärkte an und für sich nicht mag, ist an einigen Stellen hier lesbar. Doch ich bemühe mich, gerecht zu sein. So will ich es in diesem Fall auch halten.
Selbst wenn man den Lüdenscheider Weihnachtsmarkt als Märktchen bezeichnete, wäre dies ein Euphemismus. Wer die Fress- und Saufbuden - und derer sind Legion! - nicht besucht, der ist in knapp fünf Minuten mit aller Pracht und Herrlichkeit fertig. Ein Riesenrad, eine Eislaufbahn, ein paar Kerzen und Modegedöns. Das Riesenrad finde ich amüsant, denn zum einen ist es weder allzu riesig, zum anderen frage ich mich, warum ich mir das Treiben auch noch von oben ansehen sollte.
Aber gut, wir sind nicht in Münster oder Dortmund oder gar Berlin, das ist mir klar. Was jedoch die Lüdenscheider und, wie man lesen konnte, auch Besucher aus dem Ruhrgebiet (!) dorthin ziehen mag, ist mir ein Rätsel. So viel mittelmäßigen Glühwein kann keiner trinken, so viel Backfisch oder Waffeln keiner essen, dass sich eine Anfahrt lohnte. Als kurzzeitiger Bewohner der Bergstadt kann man leider nicht umhin, bei jedem Weg in die Stadt an dem Weihnachtsmarkt vorbeizukommen. Und den Zeiten nachzutrauern, als er zwar kaum größer, aber ausgewählter war.
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Knapper Str. 52, 58507 Lüdenscheid
Polemos
wrote on 30 December 2008
Was für eine Überraschung: ich schlendere durch die sonst recht tote Knapper Str. und entdecke diesen großen Bioladen fast an der Ecke Parkstr. Also hinein und mal schauen, was die so haben und ob sonst noch Leute kommen …
Weitere Kunden kamen, ich genoss eine aufschluss- und hilfreiche Beratung und ging zufrieden wieder heraus. Die Auswahl an Kosmetika des täglichen und nicht täglichen Bedarfs ist groß, der Lebensmittelbereich ist gut ausgebaut (und, wie leider immer, hochpreisig), die Weine gehören schon zu besseren und nicht so gewöhnlichen.
In der Summe ein empfehlenswertes Biogeschäft, dem ich mehr Kundschaft wünsche, auf dass es sich lange halte. -
Rathausplatz 3, 58507 Lüdenscheid
Polemos
wrote on 30 December 2008
“Darf’s sonst noch was sein?!” So wird man hier quasi verabschiedet, zusammen mit der obligatorischen Tageszeit und besten Wünschen. Das wäre wirklich lobenswert, wenn es nicht so furchtbar aufgesetzt wirkte (und damit vermutlich auch ist).
Ich gehe zum Bäcker und kaufe ein Brot oder ein Brötchen oder nen Teilchen. Punkt. Dabei ist Freundlichkeit zu erwarten, Service wünschenswert. Doch dieses schon angetackerte Lächeln, die steife Über-Freundlichkeit bewirken genau das Gegenteil dessen, was sie sollen: ich fühlte mich beim Kauf eines belegten Brötchens zu 1,45 EUR leicht veräppelt. Als ich dann noch 5 ct. als “Trinkgeld” gab (wie ich es im übrigen fast immer beim Bäcker etc. tue) und hörte: “Das ist aber sehr nett von Ihnen” (inkl. starrem Lächeln), schwor ich mir, nur noch zu Billigbäckern zu gehen; die mag ich zwar nicht, doch sie sind wenigstens gesund und natürlich unfreundlich. -
Rathausplatz 2, 58507 Lüdenscheid
Polemos
wrote on 30 December 2008
Da liegen sie direkt nebeneinander am Rathausplatz (und im Winter hinter der Eisbahn): Das extrablatt und das Toscani. Da fragt man sich als recht unbeteiligter Besucher, welchen Sinn das macht und ob das gut gehen kann.
Mir war’s es auf der Suche nach einem Kaffee egal, so landete ich hier - in erster Linie, weil draußen dick dran steht: RAUCHERCAFÉ. Und da ich zu den verderbten Menschen gehöre, die beim Kaffee gerne eine rauchen und dabei möglichst nicht bei -4 Grad draußen stehen wollen, war das erste Café die erste Wahl.
Drinnen geht es schlicht und kühl zu, typisch Eiscafé, stehen geblieben in den 90ern, auch wenn die Möbel sicher neuer sind. Der Nichtraucherbereich war leer, der Raucherbereich, der sich wie eine kleine Wartehalle anschließt, war mit drei Mann relativ leer. Es wurde in einer halben Stunde Aufenthalt auch nicht voller.
Der Espresso war mittelmäßig, etwas zu kalt, obwohl er zu heiß gemacht worden war. Die Bedienung unterdessen zeichnete sich, trotz der Leere, nicht durch Eifer, allerdings durch Freundlichkeit aus.
Insgesamt sicher kein schlechter Laden, der mehr Atmosphäre gebrauchen könnte. -
Wilhelmstr. 33, im Stern-Center, 58511 Lüdenscheid
Polemos
wrote on 30 December 2008
Wolsdorff im Stern-Center war der dritte oder vierte Tabak-Dealer, den ich angesteuert habe, um meinen (nicht seltenen) Tabak zu kaufen. Und dort habe ich ihn endlich bekommen!
Die Auswahl ist recht groß, sowohl was Filterzigaretten als auch Tabake als auch Papier, Filter oder Zigarren angeht. Die Bedienung ist durchwachsen: die eine eher zurückhaltend bis abweisend, die andere unterhaltsam und zuvorkommend.
Insgesamt kein Überflieger, doch ein guter Laden und eine Bereicherung für den Raucher in Lüdenscheid. -
Wilhelmstr. 33, 58511 Lüdenscheid
Polemos
wrote on 30 December 2008
Groß? Was ist groß? Ich freute mich zwar, eine größere (!) Buchhandlung in Lüdenscheid zu finden, doch groß ist anders. Die Thalia-Filialen sind alle ähnlich aufgebaut, es gilt: kennste eene, kennste alle. Diese hier nun ist eine er kleineren mit Standardsortiment und großem Bestseller-Bereich. Wer anderes oder spezielleres sucht, bestellt entweder oder fährt ne Ecke weiter.
Polemos Ich weiß, doch mit der Zeit und Distance wird alles relativ … Schauen wir mal, wie “groß” die Mayersche wird, die kommen soll.
31 December 2008
Gräfin Sie ist größer geworden und man muß es ja auch passend zur Stadt sehen: kein Kaufhaus mehr, aber dafür ein Buchladen über 4 Etagen passt nicht!! Ich finde, die Filiale ist sehr gut, man kann schön stöbern und sich auch mal setzen.
6 March 2009
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Wilhelmstraße 33, 58511 Lüdenscheid
Polemos
wrote on 30 December 2008
Meine Abneigung gegen die Shoppingcenter (aka Malls aka Einkaufszentren etc.) ist hier bekannt. Manchmal bin ich jedoch gnädig - was nicht in diesem Fall zutrifft.
Das “neue” Stern-Center in der Kreisstadt und dem Oberzentrum Lüdenscheid ist erst einmal wie die meisten seiner Art: unübersichtlich, überdimensioniert, warm und - vor Weihnachten kein Wunder - voll. Hier kommt erschwerend und abwertend hinzu: es sollen zwar über 100 Fachgeschäfte sein, doch wer braucht die? Ich sah mehrere Parfümerien, Fressbuden (neuerdings auch Suhsi, allerdings sind die Dönerläden noch führend), von denen besonders “Wurst König” hervorzuheben ist, denn der Laden räuchert und stinkt das halbe EG zu; ich sah Handy- und Telefonläden, Friseure und allerlei, wovon ich nicht mal sagen kann, was er dort geben mag (Mode? Schmuck? Beides?).
Den letztem Vollsortmenter Kaufhof kann das alles nicht ersetzen. Zumal die Orientierung schwierig ist mangels Übersichtsschildern - oder sind die so gut versteckt, das man sie zuerst suchen soll, bevor man durchs Haus irrt? -
Wilhelmstr. 25, 58511 Lüdenscheid
Polemos
wrote on 25 September 2008
Mit Eckhart Linden und seinem Teeladen bin ich quasi aufgewachsen. Ob im alten CityCenter, im Stern Center oder heute in der WIlhelmstr., es war & ist die einzige Bezugsquelle für guten Tee. Und somit und noch immer mein liebster Teeladen.
Der Inhaber und seine Familie verkaufen nicht nur Tees, ich glaube, sie leben mit und für sie. Nach einem Stichwort werden Proben geholt, es kann gerochen und diskutiert werden. Selbst wenn es etwas voller wird, wie in der Vorweihnachtszeit, nehmen sich die Lindens Zeit und teilen ihre Erfahrungen und ihr wissen.
Nichts gegen die Tee-Filialisten, doch sowohl von der Qualität und Quantität, als auch von Wissen und Beratung her sticht Linden alle anderen aus, sogar die in anderen Städten. Neben dem obligatorischen Rotbusch-Inferno mit allerlei lustigen Namen und Geschmäckern, gibt es grundanständige Rotbusch-, Schwarz- und Grüntees und Spezialitäten bis Raritäten. Aber auch im soliden naturbelassen-aromatisierten Kräuterteebereich hat der Laden einiges zu bieten.Wenn immer ich aus der Tee-Diaspora Berlin (wo gibt es hier einen ähnlichen guten Laden? Ich habe - leider, leider - noch keinen gefunden), bringe ich tütenweise Nachschub mit.

