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I'm Seehas from Friedrichshafen. I've been Qyping since 14-12-2006

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Sinneswandel - Friedrichshafen

Karlstraße 57, 88045 Friedrichshafen

01-09-2011

Obwohl der Laden an wirklich exponierter Stelle liegt (in der Karlstraße gegenüber vom K42), kann man ihn leicht übersehen. Zwischen Pizza-Flatrate-Laden und (neuer) Dönerbude erwartet man eigentlich auch kein solches Klamottengeschäft. Traut man sich aber mal reinzugehen, muss man feststellen: Ist ein richtig schöner Laden geworden! Ganz nach dem Motto: „Klein aber fein“. Das Sortiment umfasst sowohl Mode für „Mädels“ als auch für „Jungs“, wobei ich positiv hervorheben möchte, dass hier nicht die übliche 80:20 Verteilung herrscht, also 80% Mädels- und 20% Jungensklamotten, sondern, dass in diesem Laden die Geschlechterrollen – endlich mal- gleichverteilt sind. Die Preise befinden sich entsprechend der angebotenen Marken (Replay, Hilfiger usw.) im mittleren bis gehobenen Preissegment. Das Sortiment hat mir aber auf Anhieb zugesagt und ich bin dann auch gleich fündig geworden.
Ich fühle mich eigentlich in kleineren Läden nicht so richtig wohl, weil ich mich (von den teilweise penetranten Verkäufern) ständig beobachtet fühle…Hier war ich aber wirklich angenehm überrascht: Die junge und quirlige Chefin hat sich angenehm zurückgehalten und mir und meiner Begleitung zunächst ein Gläschen Sekt angeboten. Auf Anfrage wurde ich dann aber wirklich gut beraten. So soll’s sein!
Nicht unerwähnt bleiben sollte noch die zwar kleine aber ausgefallene Schuhauswahl im etwas versteckt liegenden Nebenraum. Es gab hier zwar nur 3 bis 4 Paar (nicht ganz günstige) Herrenschuhe (und ebenso viele Damenschuhen), dafür hätte ich aber fast blind zugreifen können. Und was Schuhe angeht, bin ich sicher kein einfacher Kunde!
Alles in allem eine echte Bereicherung für FN und es bleibt zu hoffen, dass noch viele weitere Kunden den Weg in diesen wirklich hübschen Laden finden. Auch um der in den letzten Jahren um sich greifenden „Verramschung“ der Modeläden in der Karlstraße entgegenzuwirken.

Schuh Trapp - Friedrichshafen

Friedrichstr. 28 - 30, 88045 Friedrichshafen

18-02-2011

Nachdem hier ganz ordentlich gelobhudelt wird, muss ich mir als leidender Häfler endlich mal den Frust von der Seele reden:

Das Schuhhaus Trapp ist ein Paradebeispiel dafür, was mit dem alteingesessenen Einzelhandel in Friedrichshafen (sofern vorhanden, denn Sedlmeier und Binzberger haben die Segel ja schon gestrichen) nicht stimmt:
Hier wird (gerade im Vergleich zu Ravensburg, wo die Familie Reischmann zeigt wie’s gehen kann) immer auf Sparflamme gekocht und ein unausgegorenes Konzept präsentiert.
Zur Vorgeschichte:
Als vor Jahren das damalige Modehaus Haux von Trapp übernommen wurde, hatte ich die Hoffnung, dass nun eine Wende eingeläutet wird, ein grundlegender Umbau der Räumlichkeiten erfolgt und das Sortiment erweitert und deutlich aufgefrischt (als etwas jünger und moderner) wird. Und dann kam es wie’s immer kommt: Außen kam ein Bisschen frische Farbe ran, innen wird ein neuer Laminatboden verlegt, dazu ein unausgegorenes Konzept: ein bisschen Schuhe, ein bisschen Klamotten für die Frau gesetzteren Alters und dann wundert man sich, dass der große Kundenstrom ausbleibt!! Dann die ersten Panik-Reaktionen, weil das sogenannte „Konzept“ hier (also in FN) einfach nicht aufgehen will und man konzentriert sich ausschließlich auf das Schuh-Segment und lässt die Klamotten ganz weg. Das alleine müsste ja nicht schlecht sein, denn auf einer so großen Einzelhandelsfläche ausschließlich Schuhe anzubieten spricht ja für eine große Auswahl. Aber auch hier enttäuscht der Laden auf ganzer Linie. Über drei Stockwerke, nur gepflegte Langeweile! Warum kann man denn auf so einer Fläche nicht mehrere Generationen ansprechen, wie es (wieder mal) die Konkurrenz in RV (Schuhhaus Göhl) vormacht???? Das altbackene und biedere Schuhangebot wird dann auch noch durch ein umfangreiches Sortiment an „Gesundheitsschuhen“ ergänzt, damit auch wirklich die letzten Zweifel ausgeräumt werden, welche Kunden hier akquiriert werden sollen. Und auch das ist nicht nachzuvollziehen, da der Gesundheitsbereich ja bereits mit einer anderen Filiale (nämlich dem „Sanitätshaus Trapp“) abgedeckt sein sollte. Und die Hoffnung, dass der Generationswechsel in diesem Familienbetrieb zu einer (wirklichen!) Erneuerung führt, habe ich aufgegeben.
Für so wenig Trendgespür kann man dann auch nur 1 Punkt vergeben. Leider...

indiansummer1 Die Historie ist schon interessant für mich, da ich erst vor ein paar Jahren nach FN gezogen bin und das Schuhhaus Trapp auch nur als reines Schuhhaus kenne.
Allerdings wundert mich, das das so gepriesene Schuhhaus Göhl in RV in seiner Filiale in FN ja auch nicht so herausragend ist. Vielleicht ist FN für den Einzelhandel einfach ein schwierigeres Pflaster als RV.
Empfehlen würde ich, die von Ihnen so gelobten Geschäfte in RV dann auch zu bewerten, dann haben alle was davon.
Für mich bleibt Trapp das beste Schuhgeschäft in FN, aber die Geschmäcker sind natürlich verschieden.

Seehas Das Schuhhaus Göhl wird in FN lediglich als ein "Schuh Outlet" betrieben. Die Ladenfläche entspricht etwa 1/5 der Ladenfläche in RV (oder eben 1/6 der Ladenfläche von Schuh Trapp in FN), somit werden hier Äpfel mit Birnen verglichen. Ich denke im Übrigen mitnichten, dass FN ein schwierigeres Pflaster ist, als RV! Gerade deshalb ärgere ich mich ja so über den fehlenden Mut zur Veränderung bei den alteingessenen Häfler Einzelhändlern!!

Seehof Restaurant - Friedrichshafen

Olgastrasse 6, 88045 Friedrichshafen

07-01-2008 (updated on 14-06-2010)

Update:

So, die Terasse ist jetzt ebenfalls ein echtes Schmuckstück geworden. Sogar der benachbarte Garten wurde nun professionell angelegt und ist jetzt eine echte Augenweide. Das Essen (wir hatten ganz klassisch Spargel) war (wie gewohnt) sehr gut zubereitet und die Portionen waren wirklich üppig. Das Restaurant hat sich nun in FN endgültig etabliert und ist wirklich uneingeschränkt empfehlenswert!

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Auch wenn der Verlust des "besten Griechen aller Zeiten" noch nicht ganz verwunden ist, muss man schon sagen: Das was das Ehepaar Majdancevic aus den Räumlichkeiten des alten "Poseidon" gezaubert hat ist schon richtig toll!
Die neuen komplett renovierten, hellen Räume möchte man so schnell nicht wieder verlassen. Erst recht nicht, wenn man einmal in den Genusss des herzlichen Service der beiden gekommen ist.

Ein Genuss ist auch die kreative und sehr abwechslungsreiche Speisekarte, die zeigt, dass wenn die richtigen Leute den Kochlöffel schwingen die Bezeichnung "gutbürgerliche Küche" kein Schimpfwort mehr sein muss!
Es wird auch ein ständig wechselndes, mehrgängiges Menü angeboten, das ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis zeigt.
Die Lage ist schon fast unschlagbar, da man sich nicht (wie an der Uferpromenade) von den Touristen auf den Teller gucken lassen muss und trotzdem eine uneingeschränkte See- und Bergsicht genießen kann. Dieses Fleckchen Erde, ganz in der Nähe des Schlosses und dem alten Anlegesteg strahlt eine ganz wunderbare Ruhe aus.
Wenn jetzt noch der etwas in die Jahre gekommene Wintergarten samt Terasse auf Vordermann gebracht werden würde, gäb's von mir den 5. Stern!

Café Prag - Mannheim

E4 17, 68159 Mannheim

09-01-2008 (updated on 30-10-2009)

Waren an einem Sonntag im Cafe Prag und es war wie eine Zeitreise 100 Jahre zurück. Kaffee schlürfen im gründerzeitlichen Ambiente bei einer exquisiten Kuchenauswahl. Einfach herrlich. Dazu schönen Ambient-Sound auf die Lauscher und das Wochenende kann stilvoll zu Ende gehen. Dabei ist mir aufgefallen, dass es auch eine erkleckliche Auswahl an Weinen gab, die nicht in der Karte stehen. Ein Stern muss aber abgezogen werden, da der Laden viel zu früh schließt! Das ist schade.
Ach ja, ich kann mich getrost als Auswärtiger bezeichen. Das war's dann also mit dem Geheimtipp... ;-)

Stickel GmbH - Constance

Friedrichstr. 28, 78464 Konstanz

28-08-2008 (updated on 30-09-2008)

Bei der Bäckerei Stickel wird noch dort gebacken, wo verkauft wird (meines wissens gibt es lediglich noch eine Filiale in der Wollmatinger Str.). Das muss zwar nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal sein, aber hier trifft dies voll und ganz zu! Eigentlich lassen sich hier keine einzelnen Spezialitäten hervorheben, denn hier schmeckt wirklich alles ausgezeichnet. Ganz besonders gut finde ich die Seelen, Laugensachen und das leckere Bauernbrot. Süßes ist nicht so mein Ding, deshalb kann ich das nicht beurteilen, aber die süßen Stückchen sehen immer sehr lecker aus! Dass ich mit meiner Meinung nicht ganz alleine dastehe, dafür spricht das halbe Dutzend (!) Verkäuferinnen hinter der Theke in dem doch eher überschaubaren Laden. Sehr positiv fand ich die Tatsasche, dass ich lange nicht wusste wer die Chefin überhaupt ist, denn hier packt die Chefin auch noch selber mit an und schwingt auch mal den Besen, wenn Not am Mann ist.
Das Pesronal ist stets sehr freundlich und sehr hilfsbereit. Zu erwähnen sei noch, dass die Backwaren hier auch noch deutlich günstiger sind als bei den Bäckerei-Filialisten (z.B. K&U, Strenenbäck, Holsteins usw.)! Während man bei K&U oder Sternenbäck stolze 1,05 EUR für eine Seele hinblättern muss, bekommt man diese hier für 65 ct!!! Dass diese dann geschmacklich auch noch um Welten besser ist, muss hier dann nicht erwähnt werden…
Alles in allem ein schönes Beispiel dafür, warum man Großbäckereien à la Kamps oder die Teigling-Flatrate vom Backwerk öfters mal meiden sollte.
5 Sterne!

petitevache Sehr zu empfehlen sind auch die belegten Brötchen und Seelen. Sie werden individuell nach den Kundenwünschen belegt, und das nicht zu knapp. Das Preis-Leistungsverhältnis ist hervorragend!

Rudi K. Ich liebe die alten Bäckereien ! Alleine schon wegen des doch anderen Duftes ! Wir haben hier nur mehr einen “echten” Bäcker, in einer 20km Entfernung gelegenen Kleinstadt ! Aber der liefert gottseidank bis in unsere Stadt !

die-cocktailbar - Constance

St.-Johann-Gasse 4, 78462 Konstanz

25-08-2008

“Die Cocktailbar” bietet eine schier endlose Auswahl an hevorragend zubereiteten Cocktails in einem sehr schönen alten Gewölbekeller. Die Einrichtung ist geschmacksache, auch wenn ich die roten Plüschstühle klasse finde! Die Preise für die einzelnen Cocktails variieren dabei natürlich beträchtlich und können des öfteren auch mal die 10 EUR-Marke überspringen. Aber bei der gebotenen Qualität ist es jeden Cent Wert! Außerdem sei Sparfüchsen(ich bin ja Schwabe..;-)) die täglich(!) angebotene Happy-Hour zwischen 18 und 20 Uhr empfohlen, bei der die Cocktails zum halben Preis zu haben sind und erfreulicherweise genauso gut gemixt sind wie zu “Normalpreisen”!
Für die meist etwas überforderten Mädels im Service und das manchmal etwas zu gestylte Publikum (gerade in der Happy-Hour gibt es gerne mal eine Juristen und BWLer-Schwemme) gibt’s einen Punkt Abzug. Aber das ist ja natürlich auch geschmacksache… ;-)

Dischinger Restaurant - Constance

Untere Laube 49, 78462 Konstanz

25-08-2008

Das Restaurant “Dischinger” bezeichnet sich selbst als Weinstube. Das kann man getrost als “understatement” bezeichnen. Denn das “Dischinger” kann als eines der besten gutbürgerlichen Küchen in Konstanz bezeichnet werden. Die Karte liest sich zunächst nicht besonders kreativ und recht unspektakulär, wenngleich auf saisonale Spezialitäten nicht verzichtet werden muss (z.B. Pfifferlinge, wie es bei unserem letzten Besuch der Fall war). Aber, hier ist dies ausnahmslos positiv zu bewerten. Wie oft wird einem in der Karte etwas versprochen, das die Küche noch nicht mal ansatzweise halten kann!? Gerade in den unendlich vielen neuen Restaurants mit kreativ-mediterraner Küche plus asiatischem Einschlag, wo das obligatorische Sashimi von irgendwas auf der Vorspeisenkarte nicht fehlen darf und man hinterher enttäuscht und um etliche Euros erleichtert das Lokal wieder verlässt!
Nicht so hier! Es sind neben den bodenständigen aber exzellent zubereiteten Speisen(eine so hervorragende Fleischqualität und Zubereitung eines Rumpsteaks habe ich schon lange nicht mehr erlebt)auch die Details, die zu überzeugen wissen. Neben dem kleinen, hübschen und rustikalen Gastraum (für höchstens zwei Dutzend Gäste) ist hier ganz besonders der aufmerksame Service zu erwähnen. In dieser Preisklasse (keine Hauptspeise kostet mehr als 20 EUR) schon lange nicht mehr selbstverständlich: die jeweiligen Gänge werden zuvor einzeln eingedeckt (und nicht mit dem obligatorisch in Papierservietten eingewickelten Billigbesteck!).
Zu guter Letzt stimmt es einen dann sehr positiv, wenn dann auch die wenigen Ausflüge in die “kreative” Küche überzeugen können: Als Vorspeise hatten wir “Blattsalate an einer Knoblauch-Vinaigrette mit gebratenen Flusskrebsschwänzchen” und es war hervorragend!
Die Weinkarte lässt ebenfalls keine Wünsche offen: neben vielen regionalen Weinen vom Bodensee gibt es auch die bekannten Gewächse aus Frankreich und Italien. Sehr positiv: ca. 15 Weine sind auch “offen” zu haben.
Auch Bierliebhaber müssen hier nicht verdursten, denn obwohl es sich hier um ein Konstanzer Traditionslokal handelt wird hier zu Glück nicht das unterirdisch schlechte Ruppaner (aus Konstanz), sondern das sehr gute Leibinger aus Ravensburg ausgeschenkt!
Hier bin ich gern!

Hafenstrand - Sommerkultur & Genusskultur - Mannheim

Hafenstr 49, Im Musikpark (5. OG), 68159 Mannheim

29-07-2008 (updated on 22-08-2008)

In Sachen "Hafenstrand" habe ich zwei komplett unterschiedliche Erfahrungen gemacht:

Der "Hafenstrand drinnen" (vorher: "Strandgut") hat mir richtig gut gefallen. Das Ambiente ist ja schon beschrieben worden und ich fand es auch richtig klasse. Tolles, überwiegend studentisches Publikm und die Decke mit den verworrenen Ästen hat es mir auch angetan... Von der Terasse hat man dann einen Wahnsinnsblick auf die Mannheimer Hafenanlagen.
Die Karte fand ich auch sehr interessant: Burger in noch nie gesehenen Kombinationen, z.B. den Burger "Sweet Siesta" mit Rindfleisch (180g!), Serranoschinken und süßen Feigen! Und das Beste: für 2,50 EUR Aufpreis gibt's 180g Beef zusätzlich. Das zwingt dann fast keiner mehr... Ich hatte dann auch einen Burger und der war wirklich sehr gut. Der Service wirkte dann und wann etwas überfordert und chaotisch aber die Mädels waren immer sehr freundlich. Der einzige Wermutstropfen: die etwas traurige Bierauswahl. Hier gibt's zwar alles vom Fass aber ein Beck's wird deshalb auch nicht besser...ist aber natürlich geschmacksache. Dafür gibt's von mir 4 Punkte (1 Punkt Abzug wegen dem Bier).

Jetzt zur absolut anderen Erfahrung im Hafenstrand draußen />Letztes Wochenende hatten dort ab 17:00 Uhr die "Turntablerockers" aufgelegt. Als wir das erfahren hatten waren meine Begleitung und ich gleich heiß darauf Michi Beck(von den Fantas)& co beim Plattentellerrocken zuzuschauen. Gesagt getan: 5 EUR Eintritt gezahlt und hinein ins Vergnügen-dachten wir! Die Szenerie die sich einem da dann bot war dann aber wirklich "unterste Schublade". Es hatte etwas von "Spring-Break", wie man es aus den Staaten kennt, nur NOCH billiger! Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte mal soviel rasierte Männerbrüste und akurat gezupfte Männeraugenbrauen auf einem Haufen gesehen habe! Eine solche geballte Ladung epillierter Männerbeine sieht man sonst noch nicht mal bei der "Tour de France"... Ehrensache, dass man dann natürlich mit freiem Oberkörper die Tanzfläche belagert. Die Mädels waren vollgedröhnt oder halbnackt oder beides und die Stimmung hatte offensichtlich schon um 17 Uhr ihren Höhepunkt erreicht. Also, mit Bier und Wodka alleine kriegt man das nicht hin- ich hab's versucht...
Nur um eines klarzustellen: ich hab nix gegen schöne Menschen die Party machen aber das war mir dann doch ein Bisschen zu viel (unfreiwillige) "Pornoparty". Dafür vergebe ich satte NULL Punkte.
Weiß ja nicht, ob das da immer so abläuft?! Ich werd das wohl auch nie erfahren...

Mit der Bewertung von oben ergibt das einen Schnitt von 2 Punkten. Und die gebe ich auch!

volver

... Die Mädels waren vollgedröhnt und halbnackt oder beides …

?

Seehas Soll natürlich heißen:..Mädels waren vollgedröhnt ODER halbnackt oder beides… ;-)

Kulturufer - Friedrichshafen

Uferpark, Freigelände zwischen Lammgarten und Spitalkeller, 88045 Friedrichshafen

05-08-2008 (updated on 21-08-2008)

Letztes Wochenende konnte ich mich davon überzeugen, dass dieses kleine “Kulturjuwel” seit seiner Premiere vor 24 Jahren absolut nichts von seinem Charme verloren hat! 10 Tage lang wird im Häfler Uferpark die (Klein)Kunstkeule ausgepackt, zeigen Kunsthandwerker an über 40 Ständen ihr Können und findet abseits vom großen Kommerz etwas ganz großes statt: In zwei Zelten, ein großes (für bis zu 1200 Personen) und ein kleines, finden jeden Tag mindestens zwei Veranstaltungen statt: Kabarett, Konzerte, Lesungen, Theater, Open-Air Kino etc. Die Eintrittspreise von maximal 20 EUR im großen Zelt und 12 EUR im kleinen Zelt sind dabei mehr als gerechtfertigt. Die ganz großen Namen treten hier aber nicht auf, auch wenn sich das “lineup” der letzten Jahre durchaus sehen lassen kann: Kaya Yanar, Georg Schramm, Gerhard Polt, Heinz Becker, Angélique Kidjo, Clueso, Candy Dulfer, Maceo Parker, De Phazz, Calexico, Nina Hagen Band, Joy Denalane…
Den besonderen Reiz machen aber die Veranstaltungen aus, die fast unentdeckt bleiben (was nicht heißt, dass diese nicht auch stets ausverkauft sind..) und die ganz unaufgeregt stattfinden. Ich erinnere mich an einen sehr bewegenden Auftritt von Giora Feidman, der sich aufgrund der schon fast magischen Stimmung im Zelt zu einer 1,5 stündigen Zugabe hinreißen ließ. Oder ein fulminater Auftritt eines John Cale (Sänger von Velvet Underground) der lediglich mit seinem Piano auf der Bühne war und eine fast schon intime Atmosphäre ins Zelt gezaubert hat. Und auch diese Jahr bin ich mal wieder Zeuge dieser ganz besonderen Kulturuferstimmung geworden. Mit meiner Süßen haben ich das Konzert von “Incognito” (quasi die Erfinder des “Acid Jazz” aus dem sich dann Gruppen wie Galliano, Jamiroquai und St. Germain entwickelt haben) besucht. Das Zelt war ganz gut gefüllt (wenn auch nicht ausverkauft). Die Band fing dann fast schon zu pünktlich an und man hatte anfangs das Gefühl, dass sie auch ebenso püntklich aufhören wollten. Das Publikum ging aber trotz anfänglicher Probleme mit der Technik von Anfang an mit und spätestens nach dem zweiten Song stand Jean-Paul „Bluey“ Maunick, der Bandleader, nur noch ungläubig kopfschüttelnd auf der Bühne und meinte am Ende des Konzerts, dass solche Auftritte wie dieser der Grund sind, warum er und seine Band weiterhin Musik machen… Klingt vielleicht etwas abgedroschen, ich habe ihm das aber abgenommen…

Neben solchen Momenten ist es aber auch die Vielzahl der dargebotenen Straßenkunst an der Uferstraße, die eine tolle Stimmung schafft. Da die Stadt während der gesamten Veranstaltung keine Standgebühren verlangt finden sich hier jedes Jahr eine große Zahl von (i.d.R. sehr anspruchsvollen) Straßenkünstlern aus allerwelt ein: von professionellen Akrobaten, die vom Kulturamt eine feste Gage bekommen(dieses Jahr wahnsinnig beeindruckend: PopEyed aus Canada), Seiltänzer, Feurkünstler, Clowns bis hin zu den Kids, die sich einfach mit ner Querflöte und nem Notenständer dazustellen, um ihr Taschengeld aufzubessern gibt es hier wirklich alles. Und das alles ist auch noch umsonst!!!
Bleibt noch das ebenso anspruchsvolle kulinarische Angebot zu erwähnen, dass sich angenehm von dem sonstigen Festangeboten abhebt. Anstatt Schnitzelwecken kann man hier z.B. auch mal Sahnespaghetti mit schwarzem Trüffel für 8,50 EUR probieren. Kult sind dagegen die seit den Anfängen des Festivals angebotenen “Calamares” mit Knoblauchmajo…;-)
Die ganztägig angebotene kostenlose Kinderbetreuung sucht glaube ich deutschlandweit ihresgleichen. Die “Kleinen” fühlen sich hier so wohl, dass sie ihre Eltern glatt vergessen!
Das ganze findet in den Uferanlagen, direkt am Ufer des Bodensees mit Blick auf die Schloßkirche und den Schweizer Alpen statt.
Winfried Neumann, der Chef des Kulturamtes und kein Freund der Übetreibung hat sich dieses Jahr zu folgender Aussage hinreißen lassen: “Wenn das Wetter mitspielt ist das hier das wahrscheinlich schönste Festival in ganz Deutschland!”
Dem ist nix mehr hinzuzufügen!

Rudi K. Klingt guuuuut !

Tekrum - Friedrichshafen

Karlstr, 88045 Friedrichshafen

05-08-2008

Und jetzt die schlechte Nachricht für alle Keksfans: Der Tekrum-Laden schließt zum Ende des Jahres!!!
Die offizielle Begründung war wohl, dass die Filialisierung des Fabrikverkaufs nicht mehr ins Konzept passt. Über mangelnden Zuspruch konnte der Laden nämlich sicher nicht klagen! Wenn man samstags in der Stadt war hat man schon verdächtig viele Menschen mit großen Tekrum-Tüten rumlaufen sehen. Auch ich konnte der Versuchung nicht widerstehen und kam dann gleich mit zwei Tüten “Keksbruch” aus dem Laden. Nur die nicht besonders kundenfreundlichen Öffnungszeiten (Sa. nur bis 14:00 Uhr; Sonntags geschlossen) haben mich davor bewahrt, heute nicht das doppelte zu wiegen.
Hoffentlich schaffe ich es auch nochmal rein, um mich für das nächste Jahr einzudecken…

Don_Manolo Hm - denke, dass ich da wohl auch mal hinmuß… Am besten vor Weihnachten - dann kann man die Verwandtschaft noch was quälen und dicker machen ;-) Habe allerdings etwas Angst vor meiner eigenen Courage - vor allem, wenn es da noch die Prinzenrolle gibt! Danke für den Tipp