igepa's Qype reviews
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Wahnbachtalsperre, 53721 Siegburg
igepa
wrote on 16 December 2007
(updated on 19 November 2008)
Die Region um die Wahnbachtalsperre ist eins der wunderschönsten Wandergebiete im Rhein-Sieg-Kreis.
Die Talsperre wurde 1958 in Betrieb genommen. Gespeist wird sie durch den namensgebenden Wahnbach. Sie dient der Trinkwasserversorgung der Region Bonn/Rhein-Sieg.
Beim Bau der Talsperre wurden sämtliche Bauwerke, die sich im Bereich des heutigen Stausees befanden, während des Baus abgerissen. Die sich in diesem Bereich befindlichen Bäume wurden auch gekappt.
Alle 10 Jahre wird das Wasser der Talsperre abgelassen, um die Staumauer auf evtl. Schäden untersuchen zu können. Ich war nun just zu der Zeit im letzten Jahr dort, als das Wasser langsam wieder aufgestaut wurde. Das hieß, dass direkt hinter der Staumauer das Wasser schon wieder höher stand. Im hinteren Bereich des Stausees aber die den Wahnbach umgebenden Staugebiete noch nicht wieder geflutet waren.
Wir haben diese seltene Chance genutzt, um nicht nur um die Talsperre herum zu wandern, sondern auch in ihr drin. Das war eine interessante und recht einmalige Erfahrung.
Den Einstieg in die Talsperre wagten wir im Bereich der alten Mühle. Gut zu erkennen waren noch die Fundamente der Mühle sowie der alte Mühlbach, der das Wasserrad antrieb. Längs des Wahnbaches standen noch die abgesägten und nun geschwärzten Baumstumpen.
Wir überquerten eine alte und sonst überflutete Wahnbachbrücke, mussten dann aber umkehren, weil der Matsch zu hoch für unsere schützenden Gummistiefel wurde. Also wanderten wir auf der alten Straße entlang des Baches weiter und retteten dabei immer wieder unsere Gummistiefel aus dem stark saugenden Matsch. Einige Male mussten wir uns aber auch selbst retten - vor einem Sturz in diesen doch wenig einladenden Untergrund. Es war stellenweise schon arg rutschig.
Missen möchte ich diese Erfahrung nicht. Wenn sich die Möglichkeit in 9 Jahren wieder bietet - hin dort und auch mal den Talsperrenbereich erforschen. Und die andere Zeit zum Umwandern der Talsperre nutzen - landschaftlich ist es dort wirklich sehr schön.
Update 19.11.08:
Dieses Jahr bot sich doch tatsächlich gleich noch einmal die Möglichkeit die Wahnbachtalsperre zu bewandern, da im Sommer diesen Jahres erneut das Wasser abgelassen wurde, um umfangreiche Ausbesserungsmaßnahmen an der Staumauer vornehmen zu können. Entgegen den in den Kommentaren angemerkten Verboten besteht bzw. bestand dieses Verbot lediglich im Betreten der ersten großen Brücke nach der Staumauer. Die Bewanderung des restlichen Tales auf der alten Wahnbachtalstraße wurde jedoch von der Betreibergesellschaft toleriert.
Angesichts der im vorletzten Jahr gemachten Matsch-Erfahrungen war ich aufs Beste gerüstet, nachdem meine Freundin mir mit einer erneuten Bewanderung “gedroht” hatte. Doch das Bild hatte sich geändert… grundlegend.
Statt Matsch begrüßte uns haufenweise wucherndes Grün. Der Weg auf der alten Wahnbachtalstraße entlang mutete zeitweilig wie ein festgetretener Strandpfad an.
Wir hatten uns am frühen Morgen auf den Weg gemacht, um das Wahnbachtal von der “verbotenen” Brücke an bis zur alten Mühle zu durchwandern. Der Sonnenaufgang in dem stillen Tal war himmlisch. Nur ein paar Gänse und ein Graureiher tummelten sich außer uns noch hier. Gemütlich durchwanderten wir das Tal, machten auf einer steinigen Anhöhe eine kleine Frühstücksrast und schlenderten dann gemütlich weiter.
Gen Mühle trafen wir dann auf die ersten anderen Talwanderer. Außerdem wurden dann auch die Stellen im Grün sichtbar, die von eifrigen Gärtnern in meist mühseliger Handarbeit mit Motorsensen gemäht worden waren. Da kein Mensch vorhergesehen hatte, dass das Grün sich in der kurzen Zeit des Trockenlegens der Talsperre dermaßen explosionsartig vermehren würde, konnte nun auch niemand so sicher die Folgen vorhersagen, wenn dieses Grün einfach wieder gewässert werden würde. Vorsichtshalber - um die Trinkwasserqualität nicht zu schädigen - wurde nun seit September die Talsperre gemäht. Dies ging wegen des weichen Untergrundes an den allermeisten Stellen im Tal nicht mit Maschinen, sondern nur mit Motorsensen. Das abgemähte Grün trocknete dann und wurde ebenfalls per Hand abgefahren. Eine wahre Sisyphusarbeit, wenn man sich die Ausmaße des Tales einmal vorstellt.
Alles in allem war es aber eine interessante neue Begegnung mit dem Tal, die ich sehr genossen habe.

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Dorowan Ich denke eher, dass die Talsperre wieder leer ist. Mehr dazu gibt es z.B. hier
http://www.wahnbach.de/index.php?id=161&mid=13
http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=loka&item…
http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=loka&item…
17 July 2008
igepa Okay, wie im Update beschrieben, ist es so gewesen, dass die Derenbachbrücke nicht betreten werden durfte, das Wahnbach aber auf der alten Wahnbachtalstraße durchaus durchwandert werden durfte. Es empfahl sich aber auch, die Straße nicht unbedingt zu verlassen. Ein Jogger musste wohl auch aus dem Schlamm errettet werden, in den er immer weiter versank und sich aus eigenem Zutun nicht mehr befreien konnte.
19 November 2008