Naschmarkt, Wienzeile, 1040 Wien
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Compliment lepalmier (17-03-2008) •••••
Als bekennender City-Guide-Verweigerer habe ich bei meinem Wienbesuch zufällig den Naschmarkt entdeckt, obwohl er eine wahre Institution in Wien ist und auch überregional (durch diverse Spiegel-TV oder SZ-Magazin Extras) bekannt ist.
Der Name ist hier im wahrsten Sinne des Wortes Programm, eine lukullische Verführung aller Sinne. Es duftet mit jedem Windhauch nach Blumen, Gewürzen, frischem Obst, deftigen Würsten oder reifem Käse. Auch das Auge weiß gar nicht wo es zuerst verharren soll: auf den bunten Auslagen oder auf dem ebenso bunten Publikum in den etwas zu engen Gassen? Zwischen den festen Marktständen finden sich immer wieder einladende Cafés, in denen sich Touristen neben Studenten, Marktbesuchern, Wiener Urgesteinen, pausierenden Händlern und flanierender Schickeria tummeln. Wer einmal für einige Stunden in einem solchen Café gesessen hat, bekommt einen ganz guten Eindruck der Einwohner und Besucher der Donau-Metropole.
Mich selbst hat es in eine scheinbar erst kürzlich eröffnete Café-Bar (deren Namen ich leider vergessen habe) gezogen. Dort wurde ich sehr nett begrüßt und bekam einen extrem leckeren und frischen Salat serviert (kein Wunder bei den Zutaten im Umfeld) und verweilte dann fast 5 Stunden bei diversen leicht überteuerten Drinks, um das Treiben zu beobachten. Ich habe sonst nur in Italien oder Südfrankreich ein solches Zusammentreffen der Generationen und “Klassen” erlebt und über Allem schwebte eine Wolke des berühmten Wiener Schmäh und ein Rauschen aus Luftküssen, die auch nirgends sonst so unaffektiert wirken wie in Österreich.
Ma iis hoalt soo … ;-)
Tags frisch, markt, geniessen, flanieren, trubel, naschen
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