Herrenhäuser Gärten, Herrenhäuser Straße 4, 30419 Hannover
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05-03-2008 (updated on 08-04-2009)
Der Große Garten heißt so, weil er so heißt, nicht weil er der größte der Herrenhäuser Gärten ist. Flächenmäßig ist der östlich angrenzende Georgengarten größer.
Der große Garten wurde 1666 angelegt. Knapp fünfzig Jahre später (1714) haben die Hannoverschen Könige Hannover verlassen, um Könige in London zu werden - ich nehme an: gerne. (In London trafen sie dabei auf einen Georg Friedrich Händel, der zwei Jahre vorher seinen Posten als Hofkapellmeister in Hannover einfach so verlassen hatte. Dumm gelaufen für Georg Friedrich. Angeblich hat er die Wassermusik komponiert, um den (nun britischen) König gnädig zu stimmen. Aber das nur nebenbei.)
Jedenfalls: Als der Königshof weg war, fiel Hannover und mit ihm der Große Garten in einen Dornröschenschlaf. Während alle anderen Barockgärten in Europa (woanders gibts keine, nur vielleicht in Las Vegas, aber der ist sicher nicht echt), während also alle Barockgärten von ihren Besitzern immer wieder an den jeweiligen Zeitgeschmack angepasst wurden, verblieb der Große Garten in seinem Originalzustand. Als dann die Könige aus England zurückkamen (1837) war man schon empfänglich für Nostalgie und ließ den Großen Garten in Ruhe.
Das als Exkurs für Leute, die Futter für ihre Bildung lieben.
Der Große Garten ist auch ohne das herrlich. Zu jeder Jahreszeit führen wir jeden Gast dort hin.
Die Anlage selber ist in allen Reiseführern hinreichend beschrieben, die Glocken-Fontäne, das Goldene Tor, das Garten-Theater, die Große Fontäne etc.
Aber hier kommt ein Geheimtipp von Radler: In den großen Hainbuchhecken-Karrees zwischen Glocken-Fontäne und Großer Fontäne gibt es ganz entzückende Gärten: Eines Altdeutschen Gartens erinnere ich mich und eines Kräutergartens. Im Rosengarten gibt es kleine Pavillions, in denen wir 'mal ein Geburtstags-Picknick gemacht haben. Die Gäste waren begeistert und es hat uns auch kein Aufseher angemotzt. Allerdings haben wir uns auch SEHR zivili- und kultiviert benommen, königlich gewissermaßen.
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