Vinçon, Passeig de Gràcia 96, 08008 Barcelona
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Compliment
Richensa (04-05-2008)
Auf meinen Streifzügen durch Barcelona flammte in mir immer mal wieder der Wunsch auf, die Villen, Häuser oder auch “Palaus” des Herrn Gaudí zu besuchen. Dem Wunsche wollte ich natürlich nachgeben, suchte mir auf dem Stadtplan das nächstgelegene und ging hin.
Immer wenn ich ankam, musste sich kurz vorher eine lange Schlange vor Kassenhäuschen/Kassenschalter und dem Eingang zu den “Modernisme”-Gebäuden gebildet haben. Leider waren sie meistens so lang, dass ich in der Nähe des Eingangs fragte, wie lange die Besuchswilligen schon in der Schlange verharrten. Gefiel mir die Antwort nicht, wie meistens oder der Eintrittspreis oder beides, schlenderte ich einfach weiter oder suchte mir ein lauschiges Plätzchen in der Nähe, um “Café amb llet”, einen Milchkaffee zu genießen und der falschen Schlange zuzuschauen.
So erging es mir auch bei der “Casa Milà” im Stadtteil Eixample. Es ist das letzte Wohnhaus, welches Gaudí plante und umsetzte, bevor er sich derm Projekt der Sagrada Familia komplett widmete. Seit 1984 ist das 1905 - 1910 erbaute Haus mit der berühmten Kaminlandschaft auf dem Dach in der Liste des Welterbes der Unesco. Aber ich war ja nicht drin, sondern bin ein paar Hausnummern weiter im Vinçon gelandet, eine Art Designkaufhaus. Witzige Kleinigkeiten, die allerdings weniger in der Art der “Es gibt sie noch, die guten Dinge” zusammen gestellt sind, sondern auch für den touristischen Geldbeutel geeignet sind.
Die Küchenabteilung war klasse, Teller, Tassen, Krokettenpressen, Schinkenbeinhalter, Etagèren und eine große Messerabteilung, leider keine Mohnmühle, Entenpresse oder Schnippelbohnenschneidemaschine.
Richtig schön war allerdings das Obergeschoss, wo das prachtvolle Haus im historistischen Stil der Jahrhundertwende richtig schön zur Geltung kommt. Hier finden sich dann auch die echten Designstücke, die wunderbar in den prachtvollen alten Rahmen passen!
Der Höhepunkt war aber der wunderschöne Dachgarten mit den prachtvollen Majoliken, sehr schade, dass ich hier keinen Café amb llet bekommen konnte.
Was hätte ich mich geärgert, wenn ich am Vinçon vorbei gelaufen wäre, so bin ich mir nur selber gram, dass ich die Krokettendrückmaschine nicht mitgenommen habe!
Tags design, shopping, barcelona, eixample, vinçon, mohnmühle
Comments (5) Offending content?Molt bé, amb gust!
Och, in Barcelona kommst du auch gut mit Spanisch weiter, schwieriger wird es außerhalb der Stadt…
In Girona musste das katalanische Sprachführerbüchlein unter dem Tisch Kenntnisse vortäuschen helfen ;-))
Such dir n schicken Trainer aus, das hätte ja was… manche von ihnen passen auch gut in einen Kleiderschrank, wenn der Gatte unvermutet nach Hause kommt…
Meine Güte, dann sollen alle drei den Bauch einziehen!
(schüttelt den Kopf)
Kleiderschrankpressen wären eine Möglichkeit.