DammenMühle, Dammenmühle 1, 77933 Lahr
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13-05-2008 (updated on 26-08-2008)
Habe Tränen in Augen, wenn ich betrachten muss, was aus diesem Kleinod geworden ist. Es gibt sicher wenige Orte, die so eine Idylle sein könnten, ein eigener See, davor der Sulzbach vorbeiplätschernd. Kaum ein Restaurant in der Umgebung mit soviel Tradition, jeder aus der Gegend hat schon irgendwelche Familienfeiern dort “überlebt”, ob Hochzeit, Kommunion / Konfirmation, Taufen etc. Sonntags wurde die erste Anlaufstelle, um Kuchen für den Mittagskaffee zu kaufen. Und jetzt? Die Ruderboote kaum noch gebrauchbar, die Ufermauer trotzt nur noch bedingt dem Abkippen in den See, die Volièren zeigen nur noch die jahrzehntealten Ausscheidungen der mal vorhanden Vögel. Das ganze vielleicht noch als Filmkulisse mit morbidem Charakter eines Filmes für Programmkinos geeignet. Vielleicht findet sich irgendwann mal ein Pächter, der das Juwel erkennt und die geeigneten Mittel aufbringt, um das Potential dieser Institution auszuschöpfen! Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Update: 26.08.08
Meine Gebete sind erhört worden, nun bin ich jetzt nicht wahnsinnig gläubig, aber vielleicht muss ich mir doch mal Gedanken über die Kraft meiner Gedanken machen. Vielleicht beschäftige ich mich mal mit den Lottozahlen vom Mittwochslotto. Ich schweife ab, ich wollte damit ausdrücken, die Dammenmühle ein Fixum meiner frühen Jugend hat einen neuen Besitzer und Pächter. Und die machen was draus! Der Rundgang um den See gereinigt, die Gartentheke renoviert und die Ruderboote repariert und gestrichen - da lacht mein nostalgisches Herz. Da der Innenbereich momentan renoviert wird, ist bisher nur die Gartenwirtschaft geöffnet, aber wenn der Rest dem bisher geschaffenen Standard angeglichen wird, beschleicht mich doch eine erhebliche Zuversicht.
Und ich glaubte es kaum, die Highlights meiner frühen Vergangenheit, wie Restaurationsbrot (wer der werten Leser weiss wohl noch was das ist?
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/e/e4/... nur orginal mit “Stängele” und die klassische Eismeringe (wie oft habe ich mir als Kind an der Unmenge Baisser, Sahne und Eis den Magen verrenkt) haben sich wieder nach Jahrzehnten zurück auf die Speisekarte zumindestens der Gartenwirtschaft geschlichen.
Wenn nach erfolgreichem Umbau auch der berühmte Dammenmühle-Nelsonschnitzel wieder im Angebot ist, dann ist doch mein nostalgisches Herz wieder befriedigt. Anscheinend bin ich doch ein bisschen konservativ, zu meinen Sturm- und Drangzeiten ein Unwort, vielleicht einen guten Freund zitierend im Sinne von “conservare”!
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