Wanderweg am Nordufer, Nordufer, Wedding, 13353 Berlin
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Compliment
vilmoskörte (16-05-2008)
Jahrzehntelang waren die Ufer der Flüsse und Kanäle in Berlin geprägt von überwiegend ökonomischer Nutzung: Treidelpfade, Ladestraßen, Häfen, Lagerhallen, Industrieansiedlungen, Kraftwerke säumten die Ufer. Dazu kam, dass in den Jahren der Teilung Berlins die Grenze an vielen Stellen mit den Wasserläufen zusammenfiel, und deshalb letztere vielleicht touristisch interessant, aber nicht gerade einladend waren.
Eine andere Nutzung der Ufer entwickelte sich so eigentlich erst nach dem Fall der Mauer. Qasi als Verlängerung der »Promenade am Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal«, die an der Sandkrugbrücke beginnt und sich bis zur Pankemündung am Nordhafen erstreckt, ist nun seit Ende 2006 auch ein Teil des Weddinger Nordufers zwischen Fennbrücke und Föhrer Brücke zu einem Uferwanderweg ausgebaut worden. Damit ist ein weiterer Teil der Uferpromenade realisiert – nur 150 Jahre später als es Peter Joseph Lenné, nach dessen Plänen der 1859 fertiggestellte Kanal gebaut wurde, geplant hatte. Gut investiertes Geld, finde ich.
Etliche Informationstafeln säumen den Weg, der auf dem früheren Treidelpfad angelegt wurde, und erklären Geschichte und vor allem Fauna und Flora, die sich am Kanalufer finden. So lernt man, dass der Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal mit 17 Fischarten das artenreichste künstliche Gewässer Berlins ist. Was übrigens auch den Kormoranen gut gefällt, die vor allem die Pankemündung gerne abfischen. Und natürlich sitzen auch zahlreiche Angler am Ufer und warten darauf, dass Plötze, Zander, Barsch und andere anbeißen. Und ein seltener Zürgelbaum, der aus Nordamerika stammt, wächst hier auch, als baumbanausiger Stadtbewohner hätte ich ihn ohne Hinweisschild nicht als etwas Besonderes wahrgenommen.
(17.5.2008)
Tags wasser, wedding, moabit, joggen, wandern, ufer, angeln, kanal, kormoran, plötze, panke, peter joseph lenné, zürgelbaum, berlin-spandauer, schifffahrtskanal
Comments (6) Offending content?Wieso steht da 17.5. drunter?
Haben wir schon morgen? ;-))
Ich bin eben der Zeit voraus, zwar nur einen Tag, aber immerhin…
Mensch, da muss ich ja mal langsamer joggen und die ganzen Schilder durchlesen, um den immigrierten Zürgelbaum auf dem Weg zum Plötzensee zu entdecken … ;-)
Und mit dem Fahrrad kommst du auch nicht vorbei, viel zu eng, aber der Mauerweg biegt ja jottseidank vorher schon zum Schering ab.
Für Nicht-Berliner sind die Fotos zum Bericht sehr hilfreich. Schon wieder eine interessante Stelle, die ich gerne besuchen möchte.
Da muss ich mal vorbeikommen und meine Brüder begrüssen, danke für den Bericht vilmos -trödeln beim treideln-