Review of Oberes Belvedere by mostro

Oberes Belvedere, Prinz Eugen-Straße 27, 1040 Wien

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16-01-2007

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In der Geschichte vor dem 20. Jahrhundert war man allgemein und prinzipiell nicht besonders darauf bedacht, Fremdenfeindlichkeit zu vermeiden oder zu verurteilen, im Gegenteil: Eugen von Savoyen wurde am meisten wegen seiner erfolgreichen Türkenfeindlichkeit zur historischen Legende....

Daß der Mann nicht durchweg schlecht gewesen sein kann, belegen die Denkmäler seiner Lebensart, insbesondere die beiden Belvedere-Schlösser gehören zu den schönsten Barock-Ensmbles Europas und sind bei einem Wien-Besuch unvermeidliche Wegmarkeierungen, insbesondere wenn man im Ostteil der Stadt unterwegs ist.

Die wunderbaren gelben Flügelbauten stehen einander gegenüber, zwischen oberem und unterem Belvedere erstrecken sich barock gezirkelte Belvedere-Gärten, in denen man kubistisch spazieren kann (so glatt sind die Kanten der Ziereiben auf Form geschnitten). Hier herrscht ein frühlinghaft leichtes Licht.

Das obere Belvedere ist bei weitem der größere Palast und beeindruckt durch eine reich geschmückte Fassade. Wenn man sich dann widerstrebend aus dem Garten ins Innere begibt, kann man neben neben den repräsentativen Räumen mit Fresken, Marmorsaal, Gartensaal und ähnlichen Stationen auch noch nebenbei die Österreichische Galerie mit Meisterwerken aus 4 Jahrhunderten finden.

Was mich besonders beeindruckte, ist, daß in diesem Bauwerk des frühen 18.Jahrhunderts nicht etwas schwerfällige Barockgemälde sondern leichtfüßige Werke aus Impressionismus, Jugebdstil und Moderne ausgestellt sind.

Und da sind die Österreicher mit Klimt und Schiele ja hervorragend bestückt, dazu gibt es auch noch Prominenz von Kokoschka bis Waldmüller zu sehen.

Es wäre zu viel, alles hier zu beschreiben - es ist ein wahres Feuerwerk an Eindrücken zu erwerben - wenn man es schafft, sich vorher von der leicht narkoleptischen Wiener Gesamtatmosphäre freizumachen.....



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Comments:

  • 16-01-2007, 22:15

    Da bin ich mit meiner ersten Freundin spazieren gegangen und uns eine Ausstellung angeschaut: Arnulf Rainer. Seine ersten Übermalungen von s/w Fotos. Lange ist es her. Drei Jahrzehnte? Schöne Erinnerungen.

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  • 17-01-2007, 10:05

    Besser kann man's nicht beschreiben - Danke - volver

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  • 17-01-2007, 16:20

    In bin in meinem Leben noch nie gereist. Sollte ich damit anfangen, würde ich alle Beiträge von mostro, die solche wunderbare Orte beschreiben, ausdrucken und als Reiseführer verwenden. - Dankeschön!

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  • 17-01-2007, 16:29

    Angelika, das rührt mich doch nun sehr. Was war das weiteste wo du warst? Und wo möchtest du am liebsten hin?

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  • 17-01-2007, 22:14

    die österreicher des 20. jahrhunderts habens/hattens auch drauf. schwarzkogler, polanski, brus, wiener, nitsch, rainer[mit seiner späten selbstverfremdenden tendenz der selbstbezichtigung], attersee, anzinger. und einige zeichnungen von michel würthle, dem legendären besitzer der parisbar. reiß her an whiskey!

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