Review of Friedhof der israelitischen Kultusgemeinde by djalminho

Friedhof der israelitischen Kultusgemeinde, Schnieglinger Straße 155, Nürnberg

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06-08-2007

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Der Friedhof der Israelitischen Kultusgemeinde in Nürnberg wurde 1910 eröffnet, nachdem die alte Ruhestätte an der Bärenschanzstraße zu klein geworden war.

Es finden sich hier ein Kriegerdenkmal von 1922 und Gedenktafeln, die auf die 176 Mitglieder der israelitischen Kultusgemeinde hinweisen, welche im Ersten Weltkrieg den "Heldentod" gestorben sind. Außerdem befindet sich an dem Kriegerdenkmal eine Gedenktafel aus Granit, die "Zum Gedenken all derer, die von 1939-1945 ihres Glaubens willen gewaltsam den Tod fanden" angebracht worden ist. Hinter dieser Tafel ist eine Höhlung eingelassen, welche man freilich nicht sehen kann. Dort befindet sich eine kupferne Dose, die auf Pergamentpapier geschrieben die Namen der (mindestens) 1626 Mitglieder der Israelitischen Kultusgemeinde enthält, welche von den Nazis ermordet wurden.

Zynischerweise sind die Verwandte und Bekannte der Soldaten, welche im Ersten Weltkrieg noch den "Heldentod" für ihr Vaterland sterben "durften".

Allein diese beiden Mahnmale laden ein, sich Gedanken zu machen über die Geschichte der Juden in Deutschland.

Des Weiteren ist es eben ein typischer jüdischer Friedhof; fast alle Gräber sind mit Efeu überdeckt, besonderer Grabschmuck ist nicht zu entdecken, die Grabsteine sind in der Regel schlicht gehalten.

Bei einem Besuch ist es für Männer ratsam, eine Kopfbedeckung zu tragen.

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