14-09-2007
(updated on 03-03-2008)
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AKTUALISIERUNG vom 26.02.08
Da meine BaE mal wieder die Reisestrapazen auf sich genommen hatte, war ein gutes Essen als Danke selbstverständlich.
Da bot sich hier in Niederrad das Chez Tollus an, schließlich erfolgte der erste Beitrag gleich nach der Eröffnung und eine Vergewisserung ob alles so geblieben ist, bin ich meinen Lesern und vor allem unschlüssigen Frankfurtern schuldig.
Vorab gleich das Ergebnis, es lohnt immer noch das Chez Tollus heimzusuchen.
Der Chef umsorgt seine Gäste mit gleichgebliebener Freundlichkeit und sein Qualitätsbestreben ist unverändert.
Ich mach euch mal die Zähne lang: Ein Rumpsteak, nicht daumendick, sondern daumenlang dick blinzelte mich an und bat um Verspeisung. Aussen durch und nach innen immer saftiger und bis zur Mitte butterweich. Traumhaft.
Das Gemüse, grüne Bohnen, Brokkoli und Spinat schmeckbar separat zubereitet. Die Bohnen mit Bohnenkraut und Thymian herrlich gewürzt. Die Bratkartoffeln frisch und knusprig und dazu Röstzwiebeln, ohne Zweifel frisch herausgeröstet. Es schmeckte ohne Fehl und Tadel.
Auch das Essen meiner BaE, Schweinefilet mit Thunfischsosse, selbstgestampftes Kartoffelpüree und gleiches Gemüse veranlasst mich zu der Überzeugung die fünffache Besternung beizubehalten.
Die im anderen Beitrag erwähnte Belästigung durch von unten heraufdringende Rauchschwaden kann ich nicht bestätigen. Der untere Bereich ist relativ gut abgeschirmt. Da muss sich schon ein boshafter Raucher direkt vor die nach oben führende Treppe hocken und Kamin spielen. Bietet allerdings Rauchern den vermeintlichen Vorteil das wunderbare Essen im Rauch zu geniessen, denn das gleiche Essen wird unten auch serviert.
Erster Teil vom 14.9.07
Es war mal wieder soweit.
Die Woche war Vergangenheit.
Freitagabend.
Und ich war immer noch in Frankfurt, München weit entfernt.
Dem Mittagessen im „Betriebsrestaurant“ hatte ich die rote Karte gezeigt und eigenhändig am Abend noch den Kochlöffel zu schwingen konnte ich mich nicht überreden.
Beim abendlichen Rundgang durch Niederrad, Stadtteil von Frankfurt, stolperte ich über eine Neueröffnung, fast in Sehweite von meiner Behausung.
Chez Tollus – Bistro & Restaurant – Neueröffnung am 8.9.2007
Welch Glück, heute war der 14.9.07
Also, im Erdgeschoss ist ein recht gemütlich eingerichtetes Bistro, mit Sitzecken und einer Bar. So richtig zum „Abhängen nach Feierabend“, es gibt da auch noch ein Fremdwort dafür, aber das kommt mir nicht aus der Tastatur.
Zu den Getränken kann man auch Kleinigkeiten zu Essen bekommen.
Da nach war mir aber nicht. Ich hatte heute noch nichts Gescheites gegessen. Da brachte man mich eine Treppe höher.
Sehr gediegen gestaltet, mit Antiquitäten veredelt und nicht mit Tischen und Stühlen vollgestopft, sondern reichlich Platz zwischen den einzelnen Tischen. Also ideal, auch um unbelauschte, nette Konversation zu pflegen.
Ein runder Tisch mit 8 Sitzplätzen, ein kleiner 2er Tisch und eine Reihe mit 5 2er Tischen, die man im Bedarfsfall sicher zusammenschieben kann. Sehr flexibel gestaltet. Dazu noch ein 4 er Tisch. Dazu kommt noch ein kleiner Nebenraum mit einem großen Tisch für 8 Personen
Diese Flexibilität sollte sich auch beim Essen als angenehmer Vorteil erweisen.
Der Besitzer, gleichzeitig auch als Ober oder Chef de Service oder einfach immer ansprechbar, ist Inder.
Hat bereits in Frankfurt an mehreren Plätzen Restaurants geführt, aber irgendwann immer festgestellt, das ist noch nicht seine ihm angenehme Umgebung.
Woher ich das weiß ?
Zwei Tische neben mir sass ein Ehepaar, mit denen ich ins Gespräch kam und die erzählten mir, dass sie bereits seit 14 Jahren Herrn Singh in die verschiedenen Restaurants nachfolgen und immer noch von der Qualität seines Essens überzeugt sind.
Und es war ein Genuss. Wenn ich mal darstellen darf.
Nach meiner Bestellung erhielt ich 1 Kürbisbrötchen und 1 Laugenzopf im Kleinformat und warm mit einem Töpfchen Kräuterquark, sehr weich und sämig.
Ich bestellte eines meiner Lieblingsgerichte, das zwar nicht mehr auf der Karte aufgeführt war, aber auf der Strasse im Aushang mich hereingelockt hatte.
Es war noch vorhanden, Kalbsnieren in Dijon-Senfsauce.
Schreit nicht rum, ich mag das.
Dazu gab es Kräuter-Kartoffelpüree.
Jetzt die angesprochene Flexibilität. Ich konnte als Gemüsebeilage Lauch, Kohlrabi, Spinat oder Wirsing wählen.
Da war keine Rede von „was auf der Karte steht, kommt auf den Teller“
Das Kartoffelpüree war nicht von „ist-schon-fertig“.Nein, hier schmeckte man das Gestampfte und die Kräuter waren so unterschiedlich, da hatte jemand rumgeschnippelt und per Hand untergemischt.
Serviert wurde, auch zur optischen Befriedigung, in sternförmiger Anordnung, sprich abwechselnd Püree, Gemüse, Fleisch rundherum sauber präsentiert.
Ich war begeistert.
Vorweg gab es, sozusagen als kleiner Gruß der Küche, serviert in einer Kaffeetasse, eine Karotten-Ingwer Suppe. Eine ganz raffinierte Zusammenstellung, excellent gewürzt.
Wie erwähnt, das Restaurant ist neu eröffnet und ich hoffe nur, dass sich diese Qualität herumspricht und durchsetzt.
Die Preise sind der Qualität angemessen.
Von mir fünf Sterne, ich war rundum zufrieden.
Und Fotos kann man sich auch anschauen.
Tags
restaurant, bistro, feierabend_bier, hohe_qualität, flexible_küche, angemessene_preise
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